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Stormarner Tageblatt

24. August 2017 | 03:52 Uhr

Kreis Stormarn : Plögers Erbe

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Mehrheit der Kreistagsfraktionen legt sich auf den Bargteheider Bürgermeister Henning Görtz fest.

Es war ein besonderes Geburtstagsgeschenk, das Kreispräsident Hans-Werner Harmuth (CDU) Bargteheides Bürgermeister Henning Görtz (CDU) überbringen durfte. Die Kreistagsfraktionen von CDU, SPD, FDP und Forum 21 hatten sich am Montag darauf verständigt, dass Görtz ihr Mann für die Nachfolge von Landrat Klaus Plöger (SPD) ist. „Ich bin froh und stolz, dass ich vier Fraktionen überzeugen konnte“, sagte Görtz nach der frohen Botschaft aus dem Kreishaus.

„Am Ende waren zwei Kandidaten im Rennen. Beide haben überzeugt. Henning Görtz kennt aber zusätzlich Stormarn sehr gut und das Stormarner Modell, während der zweite Kandidat aus Nordrhein-Westfalen stammt. Daher hatte für uns Görtz die Nase vorn“, so Joachim Wagner, Fraktionsvorsitzender der CDU. „Wir wollten den besten Kandidaten nominieren, unabhängig von der Parteizugehörigkeit. Henning Görtz arbeitet erfolgreich in Bargteheide. Beide Bewerber waren sehr gut. Aber Görtz entspricht mit seinen Stormarnkenntnissen dem gewünschten Profil“, ergänzte Reinhard Mendel, Fraktionschef der SPD.

„Wir waren die Fraktion, die erst unsicher war. Beide hatten Vor- aber auch Nachteile. Henning Görtz arbeitet quasi in Bargteheide schon in einer Form des Stormarner Modells im Kleinen. Das hat uns am Ende überzeugt“, so Karl-Reinhold Wurch, Fraktionsvorsitzender der FDP. „Henning Görtz ist keine graue Verwaltungsmaus. Er ist außerdem hinreichend erfahren, aber ausreichend jung, um noch dazuzulernen“, meint Heinrich Dierking, Fraktionsvorsitzender von Forum21.

Etwas anders sehen das die Grünen und die Linke. „Wir hatten uns gemeinsam in einer Sitzung von Forum 21, Linke und Grüne eigentlich mehrheitlich für den Kämmerer aus NRW entschieden. Auch ein dritter Kandidat sollte noch zum Gespräch eingeladen werden. Wenn die anderen Fraktionen sich jetzt so einig sind, werden wir aber keinen Gegenkandidaten ins Rennen schicken. Das ergibt ja keinen Sinn. Jeder kann am 29. Januar bei uns so abstimmen, wie er möchte. Ich werde die geheime Abstimmung beantragen“, sagt Stefan Kehl, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

„Ich hätte gerne den dritten Kandidaten gesehen. Henning Görtz ist ein kompetenter Mann, keine Frage. Aber für mich ist das etwas viel CDU in diesen Ämtern. Der überzeugende Verwaltungsmitarbeiter aus NRW war parteilos, was ich besser gefunden hätte“, so Heidi Beutin von den Linken.

Görtz, der nun als einziger Kandidat am 29. Januar in die Wahl geht, benachrichtigte gestern seine Mitarbeiter in der Stadtverwaltung. „ Ich gehe mit einem lachenden und weinenden Auge. Wenn man sich nochmal beruflich verändern möchte, ist mit 49 Jahren jetzt der richtige Zeitpunkt“, so Görtz. Es sei vielleicht seine letzte Chance gewesen, in verantwortlicher Position in eine so große Verwaltung zu wechseln.

„Landrat Plöger nennt das Amt den schönsten Job in Schleswig-Holstein. Er könnte Recht haben.“ Plöger kommentierte die Entscheidung positiv: „Henning Görtz bringt alle Voraussetzungen mit, die einen guten Landrat ausmachen.“ Mehr müsse man dazu nicht sagen. In Bargteheide beginnt derweil die Suche nach einem Nachfolger. Görtz tritt das Amt als Landrat am 24. April an.

 

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erstellt am 02.Dez.2015 | 06:00 Uhr

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