Personalnot : Platzverweise zwingen Zapel zu Umstellungen

Platzverweis Nummer drei: In der Schlussphase des Landesderbys gegen den ETSV Weiche kassiert Eichedes Moritz Hinkelmann von Schiedsrichter Henrik Bramlage  Rot. Simon Koops (re.) kann es nicht fassen, wenig später ist Schluss, die Partie mit 0:1 verloren.
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Platzverweis Nummer drei: In der Schlussphase des Landesderbys gegen den ETSV Weiche kassiert Eichedes Moritz Hinkelmann von Schiedsrichter Henrik Bramlage Rot. Simon Koops (re.) kann es nicht fassen, wenig später ist Schluss, die Partie mit 0:1 verloren.

Gegen SC Victoria Hanmburg steht dem SV Eichede in der Fußball-Regionalliga wegen Sperren die Stamminnenverteidigung nicht zur Verfügung. Coach Zapel ist ausgerechnet vor der wichtigen Auswärtspartie zum Basteln gezwungen.

shz.de von
06. Dezember 2013, 06:00 Uhr

Wenn morgen Abend im Vereinsheim des SV Eichede die Weihnachtsfeier stattfindet, dann hoffen die Regionalliga-Fußballer des SVE vorweihnachtliche Geschenke mitzubringen. Für den Aufsteiger steht am Nachmittag das letzte Pflichtspiel des Jahres auf dem Programm – und die Auswärtspartie beim SC Victoria Hamburg ist von besonderer Bedeutung.

Nach zuletzt acht sieglosen Partien in Folge trennt das Team von Trainer Oliver Zapel nur die bessere Tordifferenz vom ersten Abstiegsplatz. Die Stormarner stehen somit unter Druck, wollen sie nicht unterhalb des roten Strichs überwintern. Beim Tabellenschlusslicht SC Victoria wollen die „Bravehearts“ Punkte einsammeln, nicht zuletzt auch, um mit einem guten Gefühl in die bis Februar dauernde Winterpause zu gehen. Die nackten Zahlen sprechen trotz der Negativserie für Eichede. Victoria konnte im bisherigen Saisonverlauf lediglich dreizehn Punkte einsammeln (drei Siege, vier Remis), stellt mit 13 Treffern zudem die harmloseste Offensivabteilung in Liga vier. Klingt alles nach einer lösbaren Aufgabe für die Zapel-Schützling – wäre da nicht die prekäre Personalsituation. Denn nachdem sich beim 0:1 gegen ETSV Weiche sowohl Moritz Hinkelmann (Rot), als auch Malik Issahaku und Jan-Ole Rienhoff (Gelb-Rot) Platzverweise eingehandelt hatten, ist der SVE-Coach morgen an der Hoheluft (Anpfiff 13.30 Uhr) zum Experimentieren gezwungen. Denn durch die Sperren fallen praktisch drei Stamminnenverteidiger aus.

Unter der Woche suchte Coach Zapel händeringend nach Alternativen, um die Engpässe im Abwehrzentrum zu kompensieren. Diverse „neue Pärchen“ wurden ausprobiert. Zur Auswahl standen dabei mit Jacob Rienhoff und Gerrit Schubring zwei Kicker, die zuletzt ausschließlich im SH-Liga-Team der Stormarner zum Einsatz kamen. Eine weitere Option ist, Routinier Malte Buchholz aus dem Mittelfeld zurück zu beordern. Festgelegt hat sich der SVE-Coach noch nicht: „Es wird sich wohl erst kurzfristig entscheiden, wer auf welcher Position spielt. Fakt ist, dass wir einige Änderungen vornehmen müssen.“ Positiver Nebeneffekt: „Die, die bisher hinten dran standen, haben jetzt die Möglichkeit sich zu beweisen – so wie Benedict Kummerfeldt, der sich zuletzt in aufsteigender Form präsentierte.“

Der Handlungsspielraum ist jedoch gering. Denn erschwerend kommt hinzu, dass auch das Reserveteam fast zeitgleich im Abstiegskampf der SH-Liga beim FC Dornbreite gefordert ist. Kein Wunder also, dass Zapel keinen Hehl daraus macht, dass ihm eine witterungsbedingte Absage der Partie nicht ungelegen käme.

Anpfiff: Sonnabend, 13.30 Uhr, Stadion Hoheluft am Lokstedter Steindamm 87 in Hamburg.
SR: Axel Martin (Nordholz) und die Assistenten Jonas Mirbach und Bastian Mertel.
Nicht dabei: Dennis Wagner (langzeitverletzt), Leo Seiler (Australien-Urlaub), Petrik Krajinovic (Kreuzbandriss), Sebastian Meyer (Schambeinentzündung), Arnold Lechler (Rotsperre), Torge Maltzahn (Schultereckgelenksprengung), Moritz Hinkelmann, Malik Issahaku und Jan-Ole Rienhoff (alle gesperrt), Simon Koops (beruflich). Außerdem ist der Einsatz von Samy Güzel und Andre Kossowski aufgrund muskulärer Probleme fraglich.

Mögliche Aufstellung: Lucassen – Plate, Jacob Rienhoff (Schubring), Heidenreich, Fischer – Buchholz – Kummerfeldt, Bento, Güzel, Kossowski – Huseni.

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