Platz für Asylbewerber

 Uwe Paul, zuständig für Unterbringung der Asylbewerber.
Uwe Paul, zuständig für Unterbringung der Asylbewerber.

Gegenwärtig muss das Amt Trittau 29 Plätze bereit halten, aber es fehlen Unterbringungsmöglichkeiten;Platz für Asylbewerber gesucht;Platz für Asylbewerber gesucht;Platz für Asylbewerber gesucht

Avatar_shz von
22. Mai 2013, 03:59 Uhr

Trittau | Die Zahl der Asylbewerber steigt wieder an. Deshalb suchen Amt und Gemeinde Trittau nach Unterbringungsmöglichkeiten. Häuser und Wohnungen müssen angemietet werden. Gut wären flexibel für Einzelpersonen, Paare und Familien nutzbare Räume.

Die Zahl der Aussiedler und Asylbewerber war bis 2008 stetig gesunken, sodass Unterkünfte aufgegeben wurden. Jetzt steigt wiederdie Zahl der Asylbewerber an, die nach einer Quote über die Bundesländer und von dort über die Kreise verteilt werden. Aktuell muss das Amt Trittau 29 Plätze bereit halten, es fehlen zurzeit drei Plätze. Quartiere gibt es aktuell in Trittau, Grönwohld und Großensee.

Vorwiegend aus dem Iran und Afghanistan kommen die Menschen. Wie lange die Bearbeitung eines Asylantrags dauert, ist schwer vorauszusagen. "Wir haben jemanden, der war nur zwei Monate bei uns, ein anderer wartet schon 17 Jahre", sagt Uwe Paul, Fachdienstleiter für soziale Hilfen. Identitätsprüfungen und Pass-Angelegenheiten dauern oft sehr lange.

Die Lage ist für die Menschen schwierig, die keine Integrationsmaßnahmen wie Sprachunterricht bekommen und nicht arbeiten dürfen, solange sie nicht anerkannt sind, aber auch für die Gemeinden, die oft kurzfristig Zuweisungen bekommen: "Zehn Tage vor der Umquartierung bekommen wir Bescheid aus der Zentrale in Neumünster, dann müssen wir einen Platz finden, notfalls in einer Pension", so Bürgermeister Walter Nussel. Erstattet bekommt die Gemeinde vom Kreis eine Pauschale, sodass teure Pensionszimmer keine Dauerlösung sind. Auch einen Leerstand muss die Gemeinde selbst bezahlen. Gerne würden Amtsvorsteher Uwe Tillmann-Mumm und Bürgermeister Walter Nussel für zwei bis fünf Jahre Wohnraum anmieten. Bis zum Ende des Jahres rechnet Uwe Paul noch mit einem steigenden Bedarf. Einen Grund sieht Bürgermeister Walter Nussel darin, dass das Bundesverfassungsgericht die jahrelang nicht an die Inflation angepassten Sozialleistungen angehoben hat, sodass viele Flüchtlinge nach Deutschland streben. Einem Alleinstehenden stehen 310 Euro pro Monat zu. EU-Bürger gelten nicht als Asylanten, für sie ist das Jobcenter zuständig.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen