Pläne für Reinfelds Retter

Neues Feuerwehrzentrum, eine provisorische Halle und neue Räume für die DLRG

shz.de von
25. August 2018, 16:17 Uhr

Im jüngsten Hauptausschuss der Stadt Reinfeld hat Bürgermeister Heiko Gerstmann die Pläne für das neue Feuerwehrzentrum konkretisiert. Das Ausschreibungsverfahren für das Millionenprojekt in der Ahrensböker Straße solle im November beginnen. Dieses dauert dann ein halbes Jahr, wäre also im Mai 2019 abgeschlossen. Die Bauzeit werde dann mindestens ein Jahr betragen. Das bedeutet, dass das neue Feuerwehrhaus in der Karpfenstadt frühestens im Sommer 2020 bezogen werden kann.

Gerstmann geht wegen des Booms in der Baubranche nicht davon aus, dass sehr viele Angebote im Reinfelder Rathaus eintrudeln werden. Zunächst müsse allerdings so oder so für die Bauzeit eine übergangsweise Unterbringung für die Feuerwehr geplant und errichtet werden. Denn während der Bauphase würden die ehrenamtlichen Brandbekämpfer ansonsten ohne Dach über dem Kopf auskommen müssen.

Für die Aufenthaltsräume konnte ein Gebäude angemietet werden, das ab September für zwei Jahre zur Verfügung steht. Allerdings wird die zusätzlich provisorische Feuerwehrhalle vermutlich ungefähr eine halbe Million Euro kosten und nur zwei Jahre nutzbar sein. Außerdem fehlt es dann trotzdem noch an Raum für die Jugendfeuerwehr oder auch den Feuerwehrmusikzug. Diese sollen – Stand jetzt – in den zwei Jahren Bauzeit nach Wunsch der Verwaltung in der Erich-Kästner-Schule untergebracht werden.

Bürgermeister Gerstmann hatte außerdem einen besonderen Vorschlag im Gepäck, der die Reinfelder DLRG betrifft. Denn eigentlich sollte diese aus zwei bisher kleinen Räumen im alten Rettungszentrum, in Räume des DRK umziehen. Gleichzeitig müssten allerdings auch neue Stellplätze für die Fahrzeuge geschaffen werden. Auf dem Gelände des neuen Rettungszentrums sei dafür aber eigentlich wenig Platz. Gerstmann hat daher gemeinsam mit der DLRG den Vorschlag entwickelt, vom eigentlichen Beschluss des Hauptausschusses abzuweichen und die DLRG in der „Alten Schule“ unterzubringen. Dort sei die Lebensrettungsgesellschaft bereit, in Eigenleistung Räume auszubauen, wenn die Stadt das Material bezahle. Auf dem Vorplatz könnten außerdem die überdachten Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge der DLRG entstehen. Der Hauptausschuss wollte den alten Beschluss aber noch nicht sofort ändern, sondern forderte eine Vorlage mit einer genauen Kostenkalkulation ein, auf deren Grundlage dann diskutiert und entschieden werden soll.  

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