Bad Oldesloe : Pläne für 200 Wohnungen

Entwurf für das neue Traveviertel am berliner Ring.
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Entwurf für das neue Traveviertel am berliner Ring.

Zwei Großprojekte wurden jetzt im Oldesloer Bauausschuss vorgestellt.

shz.de von
15. Februar 2018, 06:00 Uhr

Wohnraum ist knapp in Oldesloe. Nun könnte es bald eine echte Wohnbauoffensive in der Kreisstadt geben. Mehr als 200 neue Wohneinheiten könnten entstehen, wenn alle Pläne umgesetzt werden, die im jüngsten Bau- und Planungsausschuss präsentiert wurden. Ambitioniert ist das Projekt der Firma Poggensee in deren Auftrag der Oldesloer Architekt Sven Wobig das neue „Traveviertel“ vorstellte. Dieses soll – so der Wunsch der Investoren – hinter den Mehrfamilienhäusern am Berliner Ring entstehen. „Geplant sind 114 Wohnungen mit einer Quadratmeterzahl zwischen 55 und 75. Es sollen ausschließlich Mietwohnungen werden“, erklärte Wobig. „Allerdings müssen wir auch erwähnen, dass unser Zeitplan ehrgeizig ist. Wir wollen möglichst bald loslegen. Daher wäre es gut, wenn der Bebauungsplan schnell auf den Weg gebracht wird“, sagte er.

In einem, spätestens zwei Jahren soll nach Wobigs Vorstellungen gebaut werden. Bisher sei der Bereich für Gewerbeansiedlung ausgewiesen, weil dort mal ein Betrieb stand. Das müsste geändert werden. Auch über die Parkplatzsituation habe man sich Gedanken gemacht. Es soll eine Tiefgarage mit 118 Stellplätzen für die 114 Wohneinheiten entstehen. Die Zuwegung könne hinter dem Restaurant „Kamin“ erfolgen. Hierin sieht die FBO ein Problem. „Generell ist Wohnungsbau zu begrüßen. Wir werden aber nur zustimmen können, wenn die Verkehrssituation geklärt ist. Der schmale Weg zwischen dem Restaurant und der Bebauung ist zu eng“, so Matthias Rohde (FBO).

„Wir wollen das Projekt und sehen deshalb nicht gleich nur die Probleme. Für den Verkehr wird es Lösungen geben. Daran scheitert es nicht“, legte sich Uwe Rädisch (CDU) für seine Fraktion fest. Bauamtsleiter Thilo Scheuber wies darauf hin, dass das Projekt in der Prioritätenliste nach vorne rücken müsste, um von der Verwaltung schnell bearbeitet werden zu können. „Es geht um 114 Wohnungen. Ich denke, da sollte es kein Problem sein, es in der Prio vor Projekte zu setzen, bei denen vielleicht fünf oder sechs Wohnungen entstehen“, sagte die Ausschussvorsitzende Maria Herrmann (SPD).

Ein weiteres Großbauprojekt steht ins Haus. Die Wohnstättengenossenschaft plant am Pölitzer Weg 80 bis 100 neue Wohneinheiten. Die Planung stehe noch relativ am Anfang. Entstehen könnten Reihenhäuser und Mietwohnungen. Vorstandsvorsitzender Jürgen Stahmer erklärte, dass die Nachfrage so hoch sei, dass man beschlossen habe, mehr Wohnraum in der Nähe von Objekten der Genossenschaft zu bauen. Wann es genau losgehen könne, steht in diesem Fall noch nicht fest. Auch am Pölitzer Weg muss zunächst ein neuer B-Plan auf den Weg gebracht werden. Generell war aus den Reihen der Ausschussmitglieder aber angesichts der angespannten Wohnungslage Zustimmung zu vernehmen.



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