Dauerläufer : „Pferdelunge“ Scheel froh über Rolle in der Defensive

Robuster Arbeiter mit Offensivdrang: Ahrensburgs Robert Scheel (re., gegen Witzhaves Benjamin Bergmann) hat sich unter Neu-Trainer Michael Schmal zur SH-Liga-Stammkraft gemausert.
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Robuster Arbeiter mit Offensivdrang: Ahrensburgs Robert Scheel (re., gegen Witzhaves Benjamin Bergmann) hat sich unter Neu-Trainer Michael Schmal zur SH-Liga-Stammkraft gemausert.

Robert Scheel hat sich seinen Stammplatz bei Fußball-SH-Ligist Hagen Ahrensburg zurück erkämpft. Unter Neu-Trainer Michael Schmal fühlt sich der 21-Jährige als Außenverteidiger wohl. Am Sonntag (15 Uhr) liegt mit Todesfelde eine schwere Aufgabe vor ihm.

shz.de von
09. November 2013, 08:00 Uhr

Er weiß seine Stärken gut einzuschätzen – und seine Schwächen erst recht. Robert Scheel steht seit fünf Spieltagen wieder in der Stammformation von Fußball-SH-Ligist SSC Hagen Ahrensburg. Nachdem er zum Saisonstart kaum berücksichtigt worden war, kämpfte er sich zurück in die Mannschaft, erst unter Jan Jakobsen, jetzt auch unter Nachfolger Michael Schmal. Einen Unterschied aber gibt es. „Jan Jakobsen hat mich im Mittelfeld eingesetzt. Da ich aber im technischen Bereich eingeschränkt bin und in einigen Situationen an meine Grenzen gestoßen bin, kommt mir die akutelle Position als Linksverteidiger eher entgegen“, erklärt Scheel selbstkritisch und betont: „Mit liegt das robuste, klare Spiel.“

Ähnlich sieht das auch sein Coach, der Scheel bereits in der A-Jugend trainiert hat. „Er ruft alles ab, hat eine Pferdelunge, ist aggressiv in den Zweikämpfen und hat eine gute Präsenz auf dem Platz. Als Außenverteidiger schaltet er sich auch in die Offensive ein – das passt“, sagt Schmal. Klar, dass Scheel auch am Sonntag (15 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Todesfelde (4.) erneut ran darf.

Dann kommt auf ihn und seine Teamkollegen in der Defensive Schwerstarbeit zu. „Todesfelde ist sehr spielstark, die werden ordentlich Pressing spielen“, vermutet Scheel, der die Zeit für einen Befreiungsschlag gekommen sieht. Seit nunmehr zehn Spielen warten die Ahrensburger auf einen Sieg. „Die jetzige Situation, so tief im Abstiegskampf zu stecken, ist neu für uns. Aber wir lernen daraus. Bei uns stimmt der Zusammenhalt, einer steht für den anderen ein. Es wird mal wieder Zeit für einen Sieg.“ Auch Schmal hofft auf eine Überraschung. „Ich vertraue auf den alten Spruch, dass das Gesetz der Serie ist, dass jede Serie einmal reißt. Wir hatten eine intensive Trainingswoche“, erklärt der Übungsleiter.

Der übrigens mache einiges anders als sein Vorgänger, verrät Scheel. „Beide haben unterschiedliche Spielphilosophie. Wir spielen unter Michael Schmal offensiver, richten uns auch mal mehr nach dem Gegner“, erklärt der Außenverteidiger.

Eine ähnlich schwere Aufgabe wartet am Sonntag auch auf Ahrensburgs Ligarivalen SV Eichede II. Der Aufsteiger steckt nach zuletzt acht Spielen ohne Sieg ebenfalls tief im Abstiegskampf, hat nur einen Punkt mehr verbucht als der SSC und fünf Zähler Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. „Den Kontakt nicht abreißen lassen“, lautet die Vorgabe von Trainer Björn Manke in den noch fünf verbleibenden Spielen bis zur Winterpause. Kein leichtes Unterfangen, warten nach dem Heimspiel am Sonntag gegen den Tabellenfünften Flensburg 08 noch enorm schwere Aufgaben gegen NTSV Strand 08, TSV Schilksee, Preetzer TSV und FC Dornbreite auf die Regionalliga-Reserve.


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