Ahrensburg : Perspektiven für junge Spanier

26 junge Spanierinnen und Spanier aus der Region Murcia starten in diesen Tagen mit ihrem sechswöchigen Praktikum in Stormarn und der Hansestadt Lübeck.
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26 junge Spanierinnen und Spanier aus der Region Murcia starten in diesen Tagen mit ihrem sechswöchigen Praktikum in Stormarn und der Hansestadt Lübeck.

Handwerk und Partner wollen jungen Spaniern erstmal auch in Stormarn den Weg in den Beruf eröffnen.

shz.de von
15. Juli 2015, 11:21 Uhr

, Vor dem Hintergrund einer nach wie vor hohen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien und dem in Deutschland herrschenden Fachkräftemangel setzt die Handwerkskammer ihr erfolgreiches Projekt Moin España fort. 26 junge Spanier aus der Region Murcia starten mit ihrem sechswöchigen Praktikum. Bei erfolgreichem Verlauf können sie ab Herbst einen Ausbildungsplatz erhalten. Insgesamt sind fünf Ausbildungsstellen in Stormarn und 21 Lübeck zu besetzten.

Kammerpräsident Günther Stapelfeldt hieß die jungen Spanier im Namen aller Stormarner und Lübecker Netzwerkpartner willkommen: „Sie werden hier mit offenen Armen empfangen. Unsere Ausbildungsbetriebe freuen sich auf motivierte Auszubildende, die auch noch spanische Lebensfreude in unseren Ausbildungs- und Arbeitsalltag einbringen.“ Er hoffe, dass die Spanierinnen und Spanier hier „ihr zweites zu Hause finden“.

Monika Patschull, Projektleiterin Moin España: „Es ist uns wichtig, dass sich die Spanierinnen und Spanier hier in Stormarn und Lübeck wohl fühlen und sich ganz auf das Praktikum und den begleitenden Deutschkurs konzentrieren können. Wir freuen uns insbesondere darüber, dass erstmals auch spanische Lehrlinge in Stormarn ausgebildet werden.“


Intensive Betreuung vor Ort



Dass Moin España eine Erfolgsgeschichte ist, beweisen die aktuellen Zahlen aus den letzten Jahren: 26 junge Spanierinnen und Spanier aus den ersten beiden Gruppen kommen demnächst ins zweite beziehungsweise dritte Lehrjahr. „Hieran wollen wir anknüpfen“, betonte Präsident Stapelfeldt. Für den Erfolg des Projektes gibt es zwei wichtige Gründe: „Die jungen Spanierinnen und Spanier sind hoch motiviert und unsere Ausbildungsbetriebe, die beteiligten Innungen sowie Berufsschulen sehr engagiert“, so Stapelfeldt. Darüber hinaus hätten die Projektpartner ein funktionierendes Netzwerk und gute Strukturen geschaffen.

Alle Teilnehmer haben einen 600-stündigen Deutschkurs in Murcia absolviert. In den nächsten Wochen werden sie darauf aufbauend ein sechswöchiges Praktikum mit Deutschkurs in Stormarn und beziehungsweise Lübeck absolvieren. Bei gutem Verlauf des Praktikums sollen sie zum 1. September in die Ausbildung übernommen werden sollen. Die jungen Spanierinnen und Spanier aus Murcia im Alter zwischen 18 und 27 Jahren werden ihr Praktikum entweder als Elektroniker, als Anlagenmechaniker/in (SHK) oder als Koch/Köchin beginnen.

Durchgeführt wird das Projekt von der Handwerkskammer Lübeck in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Lübeck, Industrie- und Handelskammer zu Lübeck (IHK), Emil-Possehl-Schule Lübeck, Gewerbeschule Lübeck, der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn in Ahrensburg, Elektro-Innung Lübeck, Sanitär-Heinzung-Klima-Innung Stormarn sowie ZAV Hamburg (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung) und der Eures (EURopean Employment Services)-Beratungsstelle in Murcia. Unterstützung erhalten die Teilnehmer in Lübeck auch von der Deutsch-Ibero-Amerikanischen Gesellschaft Lübeck und Ehrenamtlichen, die Patenschaften für die Spanier übernehmen werden.

Stephanie Harms, sozialpädagogische Betreuerin in Stormarn, wo erstmals Ausbildungsstellen: „Wir freuen uns sehr auf die spanischen Praktikanten und haben uns gemeinsam mit allen beteiligten Betrieben gut vorbereitet“.




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