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Bad Oldelsoe : Pause – im nächsten Jahr kein Klangstadt-Open-Air

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Oldesloer Musiker-Initiative Klangstadt will neue Ideen sammeln und Kräfte für Stadtfest sowie KuB bündeln. 2017 soll es aber wieder ein Festival geben.

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erstellt am 16.Sep.2015 | 06:00 Uhr

War’s das jetzt mit dem Klangstadt-Open-Air-Festival am Poggensee? Wie Patrick Niemeier, Sprecher des Vereins, gestern mitteilte, gebe es einen „deutlichen Vorstandsbeschluss“, im kommenden Jahr kein Festival auf die Beine zu stellen. „Wir wollen nicht Schluss machen, sondern bis 2017 an einer Neukonzeption arbeiten“, macht er aber allen Fans Hoffnung auf einen Neustart.

Das Festival hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil im Veranstaltungskalender entwickelt, es war mindestens ein Erfolg, mit der Zelt- und Bademöglichkeit am Freibad sogar kultig. Da kommt die Absage einigermaßen überraschend. „Wir sind nicht zerstritten“, betont Niemeier: „Wir haben all die Jahre Glück gehabt, nie ist etwas passiert, es gab viel Lob, die Besucherzahlen waren stabil – da wollten wir den Rückschlag verhindern.“ Und das Festival sollte auch keine Selbstverständlichkeit sein. „Wir treffen uns ja weiter monatlich“, ergänzt Vorstandskollege Christian Bernardy: „Es wird viele kleine Dinge geben.“

Die Musikerinitiative Klangstadt hatte zur Organisation des Festivals eigens einen Verein gegründet: Pro Klangstadt. „Wir haben zwar erfreulich viele Helfer“, erklärt Patrick Niemeier, „aber das Kernteam ist nicht sonderlich groß.“ Da das Festival viele Kapazitäten binde, sei nur noch wenig Raum für anderen Aktivitäten geblieben.

Im kommenden Jahr soll der Schwerpunkt anders gesetzt werden. So werde sich Klangstadt aktiv beim neuen Veranstalter „Tiedemann art production“ für das Stadtfest einbringen. Man wolle dafür sorgen, dass die Regionalität gewahrt bleibt und deshalb Kontakte zu Bands vermitteln. „Das Stadtfest war quasi ein Vorläufer des Festivals“ begründet Britta Rein vom Vorstand das Engagement: „Ohne Stadtfest wäre es uns nie gelungen, so eine Lobby zu bekommen. Es ist uns wichtig, uns für die Bands der Region einzusetzen.“

Ein zweites wichtiges Betätigungsfeld im kommenden Jahr soll das Kultur- und Bildungszentrum (KuB) werden. „Da warten große Aufgaben auf uns“, ist Niemeier überzeugt. Klangstadt war eng am Entstehungsprozess für das KuB beteiligt. Die Initiativen-Mitglieder will sich um die Verwaltung der Probenräume in dem De facto-Neubau kümmern. „Dank des großen Engagements von Henning Münther bei der Kirchenmusik und der Musikschule gibt es viele Bands in der Stadt“, so Niemeier. Denen wolle Klangstadt einerseits eine Plattform bieten, andererseits aber auch ganz handfeste Möglichkeiten, ihre Musik aufzunehmen. Ein weiteres Betätigungsfeld von Klangstadt im KuB sollen noch nicht näher konkretisierte „Aktionen“ sein.

Auch dem Kurzfilmfestival soll wieder mehr Bedeutung zuteil werden, zudem wollen sich einige Mitglieder zukünftig verstärkt um Flüchtlinge kümmern und mit denen musikalisch etwas auf die Beine stellen – oder es zumindest versuchen.

2017 soll es definitiv wieder ein Klangstadt-Festival geben. Patrick Niemeier: „Wir haben extra einen Beschluss gefasst, kein Festival-Geld für andere Projekte zu verwenden. Wir wollen die Zeit nutzen, um Ideen zu sammeln und neue Kontakte zu knüpfen.“

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