Pastor weist Klüngelei zurück

Ich kaufe eigentlich alles in Bargteheide. Am meisten schätze ich die gute Beratung. Und man bekommt eigentlich auch alles. Ich schaue schon manchmal im Internet nach Produkten, kaufe dann aber immer vor Ort. Hingehen, schnacken, bezahlen – ich schätze einfach diesen persönlichen Kontakt, da trinkt man dann auch mal zusammen einen Kaffee. Viele Geschäftsleute kenne ich schon seit vielen Jahren. Jan Roßmanek, Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde.
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Ich kaufe eigentlich alles in Bargteheide. Am meisten schätze ich die gute Beratung. Und man bekommt eigentlich auch alles. Ich schaue schon manchmal im Internet nach Produkten, kaufe dann aber immer vor Ort. Hingehen, schnacken, bezahlen – ich schätze einfach diesen persönlichen Kontakt, da trinkt man dann auch mal zusammen einen Kaffee. Viele Geschäftsleute kenne ich schon seit vielen Jahren. Jan Roßmanek, Pastor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde.

Kontroverse im Ausschuss bei B-Plan um drei Kirchengrundstücke / Getriebebau Nord darf erweitern

shz.de von
06. September 2018, 16:10 Uhr

17 bis 19 Klassenräume fehlen in Zukunft an Bargteheides Schulen. Das sagen Zahlen der Verwaltung aus, die im Ausschuss für Planung und Verkehr diskutiert wurden. Perspektivisch gibt es den Bedarf in den kommenden Jahren. Es wird weiter beraten, wie sie zu schaffen sind. „Der Neubau einer Schule wäre deutlich teurer als Anbauten an bestehende Schulen“, sagte Bauamtsleiter Jürgen Engfer. So könnten bestehende Lehrerzimmer und andere Funktionsräume gemeinsam genutzt werden.

Für einen Neubau in Bargteheide sei Grunderwerb nötig. Zudem spreche gegen eine Vergrößung im Schulzentrum die wachsende Vandalismusgefahr. Denkbar sei auch ein Neubau im Amtsgebiet, weil die Mehrzahl aus dessen Gebiet kommt, oder auch in Ammersbek. Darüber soll es jetzt weitere Abstimmungen geben.

Der Ausschuss segnete auch einige Bebauungspläne ab. So darf sich Getriebebau Nord erweitern. Der bestehende Landschaftswall soll erweitert werden, östlich davon sollen Erweiterungsflächen möglich sein. Der Plan-Entwurf wird noch einmal ausgelegt, im Ausschuss wurde er einstimmig beschlossen. Im Verzug ist der B-Plan für Bornink, für ein inklusives Wohnprojekt am Bornberg. Das könnte Bargteheide nach Fertigstellung etwa 450 Neubürger bescheren. Umstritten bei den Anwohnern ist auch die alleinige Anbindung des Gebiets über die Lohe, eine Sackgasse. Über zwei getrennte Zufahrten zum Nelkenweg und Am Bornberg soll der Verkehr kanalisiert werden. Am Nelkenweg wird ein Gehweg zugunsten von Parkbuchten verschwinden.

Der Löschteich an der Lohe wird zugeschüttet und ebenfalls zu einem Parkplatz. Ausgleichsflächen für das Projekt sollen in Delingsdorf entstehen. Eine Zufahrt vom Südring aus hatte die zuständige Landesbehörde abgelehnt. Möglicherweise wird dort aber eine Notzufahrt für die Feuerwehr auf dem bestehenden Radweg geöffnet.

Norbert Muras (WfB) lehnte die Pläne ab: „Nach den aktuellen Plänen wird es einen Zuwachs von 1500 Einwohnern in den kommenden Jahren geben.“ Das Ziel von 52 Wohnbauten jährlich werde damit deutlich überschritten. Gut an dem Projekt sei lediglich die große Zahl von Sozialwohnungen. Mindestens 40 Prozent der etwa 160 Wohnungen sollen öffentlich gefördert werden.

Die CDU stimmt dem Projekt zu, die SPD mit Bauchschmerzen. „Wir haben kontrovers diskutiert, stimmen aber in großen Teilen zu“, so Andreas Müller (SPD). Ausschlaggebend sei die zum Teil geringe Wohnungsgröße, die bei drohender Altersarmut noch bezahlbar sei. Thomas Fischer (Grüne) sieht den großen Bedarf an Sozialwohnungen und die Inklusion von Menschen mit Handicap positiv: „Es könnte ein Vorzeigeprojekt werden, der Investor hat vorbildlich mit uns kommuniziert.“ Gegen die Stimmen der WfB wurde der Entwurfs- und Auslegungsbeschluss gefällt.

Die Verkehrssituation in der Lohe ist durch parkende Fahrzeuge eingeengt. Manche scheren sich auch nicht an die gekennzeichneten Parkplätze und parken im Halteverbot, wie Anwohner kritisieren. Einige werden wegfallen für den Schulbusverkehr. Eine zweite Buszufahrt zum Schulzentrum bei der geplanten Feuerwehrwache ist inzwischen vom Tisch. „Das hat Naturschutzgründe“, so Engfer.

Kontroversen gab es beim Bebaungsplan für drei kircheneigene Grundstücke bei der Kita Eichenweg. „Wir brauchen die Verkaufserlöse, um den Bau des Familienzentrums Wolke 3 zu finanzieren“, sagte Pastor Jan Roßmanek (kl. Foto). Drei Gebäude können auf der rückwärtigen Fläche entstehen. Den Vorwurf von Dr. Klaus Witt (Grüne) einer möglichen Klüngelei bei der Planung wies Roßmanek zurück. Es habe im Vorfeld lediglich Besprechungen gegeben. Der Spielplatz bleibe weiterhin erhalten. Bei einer Enthaltung billigte der Ausschuss den Planentwurf.

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