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Stormarner Tageblatt

24. Oktober 2017 | 05:08 Uhr

Zusammenarbeit : Partnerschaft im Tourismus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Stormarn und der Kreis Herzogtum Lauenburg können sich eine Zusammenarbeit im Tourismus-Marketing vorstellen. Die Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH hat angeboten, die touristische Vermarktung für Stormarn mit zu übernehmen.

von
erstellt am 13.Sep.2013 | 00:33 Uhr

Der Beschluss, das Tourismus-Management über 2013 hinaus fortzusetzen, war gefallen, die Gründung einer kreiseigenen Tourismus GmbH ist aber erst mal wieder auf Eis gelegt. Grund: Die Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH hat angeboten, die touristische Vermarktung für Stormarn mit zu übernehmen.

Vor zwölf Jahren hatte der Nachbarkreis die Gesellschaft gegründet und ist mit 67 Prozent der Geschäftsanteile Mehrheitsgesellschafter. Außerdem sind die Städte Geesthacht, Lauenburg, Ratzeburg und Mölln dabei, wo man das „Erlebnisreich“ betreibt. Die GmbH hat sieben Mitarbeiter sowie Beschäftigte in Personalunion mit den Städten.

Der jährliche Zuschuss des Kreises liegt bei 254 000 Euro, das Defizit insgesamt mit dem „Erlebnisreich“ bei 352 500 Euro. Das hört sich viel an, „aber durch den Tourismus gibt es im Herzogtum Lauenburg eine Brutto-Wertschöpfung von 240 Millionen Euro“, sagt Geschäftsführer Günter Schmidt. Die Zahl der Beschäftigen in der Branche liege bei 4500 an, und „die Infrastruktur kommt auch der Bevölkerung zugute“.

Für Stormarn hat noch niemand die Wertschöpfung ausgerechnet. So unbedeutend, wie sie scheinen mag, ist sie aber gar nicht. 580 0000 Übernachtungen hatte das Herzogtum Lauenburg laut Statistik im Jahr 2011. Stormarn könnte dieses Jahr auf fast 350 000 kommen. Campingplätze und Unterkünfte mit weniger als zehn Betten werden in der Statistik nicht erfasst.

Seine „Kultur- und Tourismusmarketing Stormarn GmbH“ wollte der Kreis mit 25000 Euro Grundkapital gründen und mit 100 000 Euro jährlich für die Grund-Betriebskosten ausstatten. Das dürfte auch die Basis für Gespräche mit der Herzogtum Lauenburg Marketing und Service GmbH sein.

An eine Zusammenarbeit müsse man „ohne Scheuklappen herangehen“ und sie ernsthaft in Erwägung ziehen, sagt Detlev Hinselmann (CDU), Vorsitzender des Wirtschafts-, Planungs- und Bauausschusses. Aber auch wenn man sich „an eine funktionierende Einheit ankoppelt, muss die Marke Stormarn klar erkennbar sein.“

Nun werden sich die Fraktionen mit der Frage befassen, ob man den Weg im Tourismus allein oder im Verbund mit dem Nachbarkreis gehen will. Günter Schmidt fühlte sich im Stormarner Ausschuss jedenfalls schon „gut aufgehoben“.

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