zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 21:07 Uhr

Ortswehr und Bauhof unter einem Dach

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Neubau mit 1100 Quadratmeter Nutzfläche kostete zwei Millionen Euro

Ein Zwei-Millionen-Projekt hat die Gemeinde Stapelfeld gewuppt. Am östlichen Ortsrand ist eine Feuerwache entstanden, die zugleich vom Bauhof genutzt wird. „Das Geld für die Freiwillige Feuerwehr ist gut angelegt“, findet Bürgermeister Jürgen Westphal, „denn es wurde in die Sicherheit der Bürger und der Gemeinde investiert.“ Bei der Planung habe man wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt: „Es war ein Kompromiss. Nicht alles, was gut und sinnvoll ist, wurde verwirklicht.“

Gleichwohl kann sich das Gebäude mit seiner sachlichen Architektur sehen lassen. 700 der 1100 Quadratmeter Nutzfläche stehen der Wehr zur Verfügung. In den beiden Fahrzeughallen gibt es Galerien, dazwischen befinden sich Umkleiden, Schulungs- und Besprechungsräume. „Wir werden die Wache mit großer Freude beziehen und unsere Arbeit mit Leidenschaft fortsetzen“, sagte Wehrführer Markus Klaus.

Ein Clou ist das Wärmekonzept des gut gedämmten Neubaus. „Er wird mit Fernwärme temperiert“, erklärt Architekt Niegel Kayser. Die Hallen werden so auf sieben Grad gehalten, die Aufenthaltsräume auf 14 Grad. „Bei einem Einsatz oder im Bedarfsfall kann das Gebäude trotzdem schnell hochgeheizt werden.“ Der Energieverbrauch pro Quadratmeter sinke so auf ein Viertel, dessen, was vorher übrlich war, sagt er stolz.

Neue DIN-Normen und Vorschriften der Feuerwehr-Unfallkasse hatten zu der Entscheidung für einen Neubau geführt. Zudem sind moderne Einsatzfahrzeuge zu groß für das alte Gebäude, das 1980 errichtet wurde. „Ein Umbau für nur einen Fahrzeug-Stellplatz hätte schon 475 000 Euro gekostet“, sagt Bürgermeister Westphal. Da auch der alte Bauhof erhebliche technische Mängel aufgewiesen habe, entschied die Gemeinde sich für neue Gebäude.

Die gelten Normen verlangen unter anderem barrierefreie Räume, abgetrennte Räume für die Einsatzkleidung oder Abgas-Absaugung in der Fahrzeughalle. Und die Feuerwehrleute dürfen auf ihrem Weg zum Einsatz keine Straße mehr zu Fuß überqueren.

Im Schnitt rückten die Stapelfelder Helfer zuletzt etwa 30mal im Jahr aus. „Aber wehe, wenn es richtig brennt, oder wenn es Sturm- oder Flutkatastrophen gibt“, so Landrat Klaus Plöger. Dann sei der Kreisbrandmeister dankbar für jedes Feuerwehr-Mitglied. Im Alltag überwiegen allerdings die oft belastenden Einsätze bei Unfällen auf der Autobahn.

Auch dafür sind die Stapelfelder Feuerwehrleute bald besser gerüstet. Im Dezember soll ein neues Hilfslöschfahrzeug HLF 20 in Dienst gestellt werden. Es hat 2000 Liter Wasser im Tank und ist bestens für die technische Hilfe gerüstet, wie Unfalleinsätze nüchtern bezeichnet werden. Dafür nehmen die Gemeinde und das Amt samt Zuschüssen weitere 380 000 Euro in die Hand.

Die neuen Vorschriften werden auch andere Gemeinde umsetzen müssen. . „Es wird weitere Erneuerungen der Feuerwachen im Amtsbereich Siek geben“, kündigt Amtsvorsteher Olaf Beber an.

zur Startseite

von
erstellt am 19.Okt.2014 | 11:34 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen