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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 23:19 Uhr

Hammoor : Ortsumgehung, nächster Akt!

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Fachleute wollen bei einer Einwohnerversammlung aufklären und Fragen zu den Varianten und dem weiteren Vorgehen beantworten.

Nach dem „Nein“ von Verkehrsminister Reinhard Meyer Mitte Februar zur beschlossenen Südvariante 1.4 als Ortsumgehung von Hammoor, ist in der Gemeinde der Frust weiterhin groß und guter Rat teuer. Denn mit der Absage aus Kiel ist das Großprojekt einmal mehr in weite Ferne gerückt.

Es gibt zwar noch zwei Alternativen: die Nordvariante 2.1 und die Südtrasse 1.2. Doch bis zu einer möglichen Umsetzung könnten weitere zehn Jahre ins Land gehen. Dabei spricht sich Hammoor seit bereits 30 Jahren für eine Entlastungstrasse zur stark frequentierten Hauptstraße aus. Eine unendliche Geschichte mit offenem Ausgang.

Heute donnern im Schnitt täglich 12  000 Fahrzeuge durch die Verkehrs-Hauptschlagader der Gemeinde, geht aus den Berechnungen von Bürgermeister Helmut Drenkhahn hervor. Eine stetige Lärmquelle, die mächtig an den Nerven vieler Einwohner zerrt und auch in Zukunft zum Alltag gehört. Dass da Anwohner förmlich an die Decke gehen könnten, ist mehr als verständlich. Einige drohen bereits damit, aus der idyllischen Gemeinde mit knapp 1250 Einwohnern wegzuziehen. Das allein unterstreicht die Brisanz des Themas.

Aber wie geht es nun weiter? Wie stehen die Chancen für eine Ortsumgehung? Das soll am Donnerstag, 26. März, ab 19.30 Uhr im Mehrzweckhaus, Kamp 31, näher erläutert werden. Bürgermeister Helmut Drenkhahn lädt zu dem Infoabend ein und macht deutlich, dass die Ortsumgehung weiter vom Land geplant, gebaut und finanziert werden solle, um insbesondere die Anwohner der Hauptstraße zu entlasten. Erforderlich dafür sei jedoch, dass eine andere, rechtlich durchsetzbare Trasse gefunden werde, die der Zustimmung der Gemeinde bedürfe, so der Gemeindechef.

Fachleute des Landesbetriebs Verkehr (LBV) sowie des Wirtschaftsministeriums werden die Gründe, die zu dieser Entwicklung geführt haben, auf der Einwohnerversammlung erläutern. Sie werden auch erklären, welche Entscheidungen in Hammoor anstehen, damit die Planung neu aufgenommen werden kann und anschließend für Fragen und Diskussion bereitstehen. „Trotz der Emotionen hoffe ich auf eine sachliche Diskussion“, sagt Drenkhahn.

Die Absage der schon im Jahre 2007 beschlossenen Südvariante 1.4 als Ortsumgehung geht auf ökologische Veränderungen zurück. Dadurch sei diese Trassenführung rechtlich angreif- und nicht haltbar, argumentiert das Land.

 






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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 14.Mär.2015 | 08:00 Uhr

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