Orientierungshilfe für den Alltag

Sie haben den neuen Wegweiser für Senioren auf den Weg gebracht (von links): Der Beirats-Vorsitzende Klaus Butzek, Beate Janke von der Stadtverwaltung, Andre Grigjanis und Klaus-Peter Trost vom Beirat. Foto: meier
Sie haben den neuen Wegweiser für Senioren auf den Weg gebracht (von links): Der Beirats-Vorsitzende Klaus Butzek, Beate Janke von der Stadtverwaltung, Andre Grigjanis und Klaus-Peter Trost vom Beirat. Foto: meier

Ratgeber für ältere Ahrensburger wird in den nächsten Tagen an die Haushalte verteilt / Ein Drittel der Einwohner Senioren

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08. September 2012, 08:22 Uhr

aHRENSBURG | Wo finde ich Rat, wenn meine Eltern Pflege benötigen? Wer bietet Essen auf Rädern an, wo finde ich einen Augenarzt? Antworten gibt ein neuer Wegweiser für Senioren in Ahrensburg, den der Seniorenbeirat speziell für die Bedürfnisse älterer Bürger und ihrer Angehörigen entwickelt hat. Er wird in wenigen Tagen erscheinen. Die Auflage von 6000 Exemplaren wird bis Ende des Monats an alle Haushalte in Ahrensburg verteilt, in denen Senioren im Alter ab 65 Jahre wohnen.

"Es gibt überdurchschnittlich viele ältere Menschen in der Stadt", weiß Klaus-Peter Trost, der die Redaktion für die Broschüre übernommen hat. "Etwa 10 000 Ahrensburger sind Senioren, etwa ein Drittel der Einwohner", präzisiert Beate Janke von der Stadtverwaltung. In der Mehrzahl sind es Frauen. Und der Anteil der Senioren in hohem Alter wird sich in nur acht Jahren fast verdoppeln. Auch die Zahl der alleinlebenden Senioren steigt an.

Der Wegweiser soll Orientierungshilfe für den Alltag sein. "Wir möchten damit Hilfe zur Selbsthilfe leisten", sagt Trost, "es werden Anlaufpunkte genannt, um die Probleme selbst zu lösen". Das sei auch für die Helfenden oder Hilfebedürftigen aus anderen Altersgruppen eine Unterstützung. Der letzte Wegweiser ist 2007 entstanden. Inzwischen hat sich vieles geändert, neue Anbieter sind hinzugekommen. Deshalb hat der Seniorenbeirat eine grundlegende Überarbeitung beschlossen. Etwa ein Jahr hat es gedauert, um die Infos zu verarbeiten und neue einführende Texte zu verfassen. "Es war auch nicht leicht, genügend Anzeigenkunden zur Finanzierung der kostenlosen Broschüre zu finden", sagt Beate Janke.

Kommerziell ist das Unterfangen gleichwohl nicht. "Im redaktionellen Teil werden nur die Anbieter erwähnt, die Hilfsmittel für Kranke offerieren", sagt Trost. Die Übrigen stellen sich in den Anzeigen vor. Lange wurde auch die Frage diskutiert, welche Zielgruppe der Wegweiser ansprechen soll. Denn die heutigen Senioren sind alles andere als eine homogene Gruppe, viele lehnen sogar die Bezeichnung als Senior ab. Deshalb lautet der altersneutrale Titel jetzt: "Wer-Was-Wie - wichtige und nützliche Informationen nicht nur für Senioren."

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