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Stormarner Tageblatt

21. November 2017 | 11:00 Uhr

Bad Oldesloe : Opernproduktion im Kub gesichert

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Prestigeprojekt mit Nachwuchsmusikern kann dank finanzieller Zugeständnisse der Musikhochschule Lübeck 2018 fortgesetzt werden.

shz.de von
erstellt am 27.Okt.2017 | 06:00 Uhr

Dramen, Diven, Arien – in Kooperation mit der Musikhochschule Lübeck gelang dem Kulturbüro der Stadt Bad Oldesloe in diesem Jahr ein besonderer Coup: Zwei Opernproduktionen junger, talentierter Künstler, die im Kultur- und Bildungszentrum den Feinschliff bekamen und dort auch ihre Premiere feierten. Sowohl an den Instrumenten als auch auf der ebenerdigen Bühne, die besondererweise in der Mitte des Mehrzwecksaals ihren Platz fand, standen große Talente der MHL.

Bei manchen von ihnen gehörten die besondere Inszenierungen, die beide Male anschließend auch nochmal in der Hochschule selbst aufgeführt wurden, zu ihren Prüfungen. Vor allem bei „Mad Lovers“ im Januar war die Publikumsresonanz im Kub sehr gut. Die zweite Inszenierung, „Gefährliche Liebschaften“, musste saisonbedingt mit ein paar leeren Sitzen im Saal leben. Doch das war nicht der Grund dafür, dass die Fortsetzung des Prestigeprojekts – das überregional medial große Wellen schlug und Oldesloe in der Kulturszene in ein neues Licht rückte – gefährdet war.

„Ein Teil der Abmachung der Kooperation ist, dass wir die Hälfte der Kosten übernehmen, dass das gesamte Eintrittsgeld an die Musikhochschule fließt und wir keine Miete für die Probenwoche und die Aufführung nehmen. Unser finanzieller Beitrag für beide Produktionen belief sich so auf 15 000 Euro. Leider musste ich bei der Analyse merken, dass wir uns das langfristig nicht leisten können, so wichtig und gut das Projekt für den Kulturstandort ist“, sagt Inken Kautter. Dabei müsse bedacht werden, dass eine normale Opernproduktion unter 40 000 bis 60 000 Euro nicht durchzuführen sei. „Es ist eine Arbeit mit Profis. Der Regisseur wird zum Beispiel extra für das Projekt eingestellt“, erklärt Kautter.

Im Nachgespräch habe sie dann vorgeschlagen, sich ab 2018 auf maximal eine Produktion zu konzentrieren. „Natürlich war die MHL alles andere als begeistert“, sagt Kautter. Im Endeffekt sei das Ergebnis aber positiv gewesen. „Es freut uns sehr, dass das Projekt der Musikhochschule so wichtig ist, dass sie den eigenen finanziellen Anteil so erhöht, dass wir unsere Kosten auf die Hälfte reduzieren können und trotzdem zwei Produktionen stattfinden werden. Die MHL geht voll ins Risiko. So ist es möglich, dass es im Januar und Juni doch wieder eigenständige Opernproduktionen im Kub geben wird“, freut sich Kautter. Im Januar steht „Faust“ in einer modernen Version auf dem Programm. „Wir öffnen die Proben auch weiter. Es ist möglich, dass Schulklassen sich anschauen, wie geprobt wird“, so Kautter.


>Mehr Infos: inken.kautter@badoldesloe.de, (04531) 504-190.

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