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Oldesloes „Eisbar-Tom“ überraschend im Urlaub verstorben

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Viele Kreisstädter trauern um den beliebten Geschäftsmann Thomas Ernst, der mit 56 Jahren bei einem Unfall ums Leben kam

Mit traurigen Blicken verweilen Passanten vor der Eisbar in Bad Oldesloe. Sichtlich bewegt lesen sie die Botschaften in der verschlossenen Eingangstür. Manche legen Blumen nieder, zünden Kerzen an. Für viele Fans der Eiskreationen von Thomas Ernst ist es ein Schock. Denn der Betreiber der Eisbar wird dieses Mal nicht mehr im Frühjahr zurückkehren. Am 3. Oktober beendete er wie gewohnt die Saison. Im wohlverdienten Angel-Urlaub in Bayern verstarb „Eisbar-Tom“ nun vollkommen überraschend und auf unerklärliche Weise bei einem Unfall.

Schnell sagt man in solchen Fällen im Rückblick, dass jemand mehr war als einfach nur ein Geschäftsmann. Doch im Fall von Thomas Ernst kann man es ohne Abstriche zwei Mal unterstreichen. Spürbar liebte er sein Geschäft und die Leidenschaft für sein kaltes Produkt. Er war ein loyaler Arbeitgeber für Schülerinnen und Studentinnen, die das Geschäft gerne als „mein zweites Zuhause“ bezeichneten. Seine „Eismädels“ verabschiedeten sich mit einem traurigen Schreiben bei Facebook von ihrem Chef, der auch als Sponsor für Sportvereine und unkomplizierter Unterstützer von Events wie dem Klangstadt-Open-Air zur Verfügung stand, ohne viel Aufhebens um seine Person zu machen. Er war ein geerdeter Typ, der wusste, was er wollte. Und wenn die Schlange vor seinem Geschäft auch noch so lang war – expandieren kam nicht in Frage. „Dann habe ich lieber eine Filiale mit familiärer Atmosphäre, als eine halbe Kette von Eisbars“, sagte er mal. Gerne tauschte er sich mit seinen Gästen aus und das nicht nur über seine besonderen, stets selbstgemachten Eiskreationen. Ob die „Eisbar“ ohne ihren Chef und Erfinder eine Zukunft hat, ist noch nicht entschieden.  

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erstellt am 13.Dez.2016 | 16:51 Uhr

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