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„The Voice of Germany“ : Oldesloer will ins Finale – Nena flippt aus

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Schule und Fußball-Training waren gestern: Peer Richter aus Bad Oldesloe lebt momentan seinen Traum. In der Castingshow „The Voice of Germany“ begeistert der 18-Jährige Jury und Zuschauer. Am Freitag geht es um den Einzug ins Finale.

shz.de von
erstellt am 11.12.2013 | 16:00 Uhr

Bad Oldesloe/Berlin | Es sind aufregende Tage für Peer Richter aus Bad Oldesloe. Eigentlich macht der 18-Jährige gerade sein Abitur in Lübeck. Am Wochenende steht er für die A-Jugend des VfL Oldesloe auf dem Fußball-Platz. Eigentlich. Denn der Mittelfeldspieler stürmt momentan in die Herzen der Castingshow-Fans. Der junge Mann mit der sanften Stimme steht am Freitag in Berlin im Halbfinale der hochgelobten Sat.1/Pro7-Show „The Voice of Germany“.

Bei seinem ersten Live-Auftritt vor einer Woche begeisterte der 18-Jährige die Jury. „Ich flippe aus, das ist einfach unfassbar, herrlich“, kommentierte Sängerin Nena (53). „Wenn du singst, liebe ich dich ein bisschen“, meinte der Sänger der finnischen Band Sunrise Avenue, Samu Haber (37).

Es war ein stiller Moment in der sonst oft bunten und schrillen TV-Welt. Peer Richter stand während seines Xavier-Naidoo-Covers („Sie sieht mich nicht“) zwei Minuten lang auf dem Fleck, schloss immer wieder die Augen. Von Aufregung keine Spur: „Ich mache mir über viele Sachen keinen Kopf und bleibe dadurch entspannt. Das Wichtigste war, dass ich wusste, meine Familie und Freunde sitzen im Publikum“, erzählte der Jugendliche mit den hellblonden Haaren nach der Show.

Mutter Ulrike ist noch immer überrascht, wie weit es ihr Sohn gebracht hat. „Er hat erst vor drei Jahren angefangen zu singen. Irgendwann kam er aus der Schule und meinte: Mama, da war keiner zum Singen, da hab' ich das gemacht.“ Nach erfolgreichen Auftritten bei Schulabschlussfeiern meldete Peers Schwester ihn schließlich für die Castingshow an. Nach Weihnachten geht er mit den Halbfinalisten auf Tour und spielt in den größten Hallen Deutschlands.

Und wie geht es nach dem „Voice“-Hype weiter? Eigentlich hatte Peer vor zu studieren. Er will Architekt oder Bauingenieur werden. Jetzt kann er sich aber auch eine Karriere als Musiker vorstellen: „Ich habe den nächsten Schritt gemacht, den ich mir nicht hätte vorstellen können“, sagte er. „Ich lasse alles auf mich zukommen und bin selbst gespannt, was es am Ende sein wird“. Auch Mutter Ulrike weiß noch nicht, wo die Reise für ihren Sohn hingeht. Vor einer Woche saß sie noch im Publikum, weinte während Peers Auftritt vor Freude.

Am Freitag will sie die Show aber lieber vor ihrem Fernseher in Mölln verfolgen: „Meine Nerven halten das nicht noch einmal aus. Ich muss jetzt mal eine Pause haben“, erklärte sie. Zum Finale wolle sie aber wieder nach Berlin reisen – wenn es Peer tatsächlich dorthin schafft.

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