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Weihnachtsmärchen : Oldesloer Bühne betritt Neuland

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Turbulentes Theateraufführung „Die Gänsemagd“: Eine falsche Prinzessin, eine tanzende Waldfee und viele sprechende Tiere kommen auf die Bühne. Am 22. November ist in Grabau Premiere.

shz.de von
erstellt am 17.Nov.2015 | 06:00 Uhr

Premiere beim Weihnachtsmärchen: Zum allerersten Mal spielt die Oldesloer Bühne „Die Gänsemagd“, ein eher unbekanntes Märchen der Gebrüder Grimm. Jennifer Urbigkeit wählte das Märchen aus und schrieb es kindgerecht um. „Es ist mein persönliches Lieblingsmärchen, das ich gerne mal auf die Bühne bringen wollte“, sagt die 20-Jährige, die in dem Märchen den Esel Fridolin spielt. Ihre Mutter Heike Gräpel übernahm die Regie und feilt mit ihrer bunten Truppe im Kulissenraum der Oldesloer Bühne an den letzten Feinheiten, bevor am Sonntag, 22. November, in Grabau die Premiere gefeiert wird.

Sabine Büscher tanzt in ihrem folkloristischen Fantasiekostüm ausgelassen durch den Probenraum und klimpert mit ihren langen grünen Federwimpern. Als Waldfee Immergrün führt sie die kleinen und großen Zuschauer durch das Märchen. „Die aufgeklebten Federn behindern ein bisschen meine Sicht, wie eine Mütze, die man zu tief ins Gesicht gezogen hat. So möchte ich jedenfalls nicht immer rumlaufen“, lacht Sabine Büscher und kabbelt sich ein bisschen mit ihrer temperamentvollen Tochter Alina, die die „böse“ Zofe Magdalena spielt. „Ich drangsaliere sie zu Hause immer, damit sie ihren Text lernt“, lacht die 53-Jährige, während ihre Tochter als intrigante Magd immer wieder die hübsche Prinzessin Elisabeth austrickst.

Die von Vanessa Sacharow gespielte Prinzessin zieht mit ihrer Magd und dem treuen Pferd Fallada (Robin Koch) aus, um den Prinzen Leopold (Pascal Gertler) zu heiraten. Doch die eifersüchtige Zofe macht Elisabeth einen Strich durch die Rechnung und gibt sich selbst als Prinzessin aus. Während der stolze Prinz die falsche Braut in den Armen hält, kommen der Esel Fridolin und das Pferd Fallada der zur Gänsemagd degradierten echten Prinzessin zu Hilfe.

„Es macht mir Spaß, hinterhältig, böse und neidisch zu sein. Das ist interessanter, als die liebe und brave Prinzessin zu spielen“, gesteht Alina Büscher, die bisher schon das Dornröschen, Rosenrot und „eine Tussi“ spielte. Die selbstbewusste Zwölfjährige probt zurzeit auch in dem Stück „Der kleine Tag“ bei der Bühnenjugend. Das Weihnachtsmärchen ist turbulent, lustig und spannend und wurde von Jennifer Urbigkeit entschärft, denn in der Grimmschen Fassung wird dem Pferd Fallada der Kopf abgeschlagen. „Das erschien mir zu grausam. Bei uns auf der Bühne wird es nur ausgesetzt“, so die Leiterin der Bühnenjugend, die ihren Part als Esel Fridolin erfand, um das Märchen noch ein bisschen lustiger zu gestalten. Als Hintergrundmusik wählte sie Stücke aus Tschaikowskis Schwanensee und Nussknacker aus. Als märchenhafte Kulisse erstrahlt das weiße Ahrensburger Schloss, das Wolf Rüdiger Lorenz auf eine große Holzwand malte.

Außerdem gibt es einen unheimlichen Wald und eine Wiesenlandschaft, vor der Emma Vosgerau zwei Gänse hütet. Die Zehnjährige spielt zum ersten Mal bei der Oldesloer Bühne mit, sammelte aber schon beim Verein „Bad Oldesloe macht Theater“ erste Bühnenerfahrungen. „Ich kann mit den Tieren sprechen und trieze die Prinzessin“, erzählt Emma, die den frechen Gänsehirten Kürtchen spielt. Mit ihr und Horst Külper stehen wieder drei Generationen gemeinsam auf der Bühne – der 74-Jährige spielt den König Gustav. Ob es trotz aller Irrungen und Wirrungen schließlich doch noch zu einem guten Ende kommt, können die Zuschauer in insgesamt sieben Aufführungen sehen:
> Sonntag, 22. November, um 15 Uhr in der Mehrzweckhalle in Grabau
> Sonnabend, 28. November, um 14 Uhr im Sportzentrum in Hamberge
In der Festhalle in Bad Oldesloe am
>Freitag, 18. Dezember, um 15 Uhr
> Sonnabend, 19. Dezember, um 14 und 17 Uhr
> Sonntag, 20. Dezember, um 14 und 17 Uhr

Karten gibt es im Vorverkauf bei Pareibo, Hindenburgstraße 14, Augenoptik Mirus, Hindenburgstraße 40 und im Old Esloe, Hamburger Straße 37, sowie am Bühnentelefon unter der Nummer 04531/84330.

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