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Stormarner Tageblatt

20. August 2017 | 08:13 Uhr

„Ohne Ihre Hilfe geht es nicht!“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Letztes Großprojekt für Partnerschule des Kopernikus Gymnasiums Bargteheide / Tansania-Förderverein hofft auf Unterstützung

Viele Jahre leitete Dr. Hans Ilmberger die Geschicke des Kreis- und später Kopernikus Gymnasiums Bargteheide (KGB). In seine Zeit als KGB-Chef fiel die Geburtsstunde des Fördervereins für die Partnerschule Ngarenanyuki High School im Norden Tansanias (2004). Dort lag – wie mehrfach berichtet – so einiges im Argen. Was für den Direktor und Schulsekretärin Ursula Brandt sowie weiteren Mitstreitern seinerzeit ganz und gar nicht ins Weltbild passte. Da musste doch was zu verändern sein, da mussten Nägel mit Köpfen gemacht werden. Und da wurden Nägel mit Köpfen gemacht (siehe Extratext).

Nun ist Hans Ilmberger seit fünf Jahren im Ruhestand, aber nicht müde, sich weiterhin für die afrikanische Partnerschule zu engagieren. Damals wie heute schlägt sein Herz für Tansania. Denn obwohl die 30 Kilometer entfernt vom Kilimanjaro-Flughafen liegende Schule laut des Fördervereinsvorsitzenden in den „vergangenen 15 Jahren eine sehr positive akademische und bauliche Entwicklung genommen hat“ – ist noch nicht alles Gold, was glänzt – wäre Stillstand fatal! Eine Sache ist noch zu tun, ein Großprojekt steht noch aus: die Erneuerung der Jungenschlafhäuser. Sie sind – wie die Fotos verdeutlichen – ein Bild des Jammerns. Zudem schlafen in den Betten jeweils zwei Kinder.

„Die beiden Gebäude, in denen die Jungen übernachten, sind viel zu klein, zu eng, baufällig, einfach unzumutbar. Sie müssen dringend ersetzt werden und dies möglichst schnell“, betont der 68-Jährige und appelliert: „Ohne Ihre Hilfe geht es nicht.“

Die Gesamtinvestition für zwei Jungenschlafsäle und ein Sanitärgebäude beläuft sich auf 150  000 Euro. Davon müssen Schule und Verein ein Drittel selbst aufbringen. 50  000 Euro! Da muss selbst der frühere KGB-Chef schlucken. Um diesen gewaltigen Kraftakt stemmen zu können, „brauchen wir Hilfe von möglichst vielen Menschen, denen die Förderung von Schülern in diesem Entwicklungsland ein wichtiges Anliegen ist.“

„Warum gerade jetzt?“, könnte man fragen. In einer Zeit, in der Menschen in Not, Flüchtlinge aus dem nördlichen Teil des afrikanischen Kontinents nach Deutschland kommen und auf Hilfe und Solidarität hoffen. Ilmbergers Antwort: „Weil auch die Hilfe für die Schule in Ngarenanyuki jetzt notwendig ist. Die Lösung des Problems lässt sich nicht weiter aufschieben. Wenn ein kaputtes Haus zusammenbricht, ist es zu spät.“ Dann hätten diese Schüler keine Übernachtungsmöglichkeit mehr und müssten die Schule verlassen, zeichnet der Vereinschef ein düsteres Bild.

Ein weiterer Gesichtspunkt ist dem Vorsitzenden wichtig: „Unsere Hilfe für Schüler, Lehrer und Eltern in Ngarenanyuki und Umgebung ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Uns ist es wichtig, jungen Menschen durch Bildung eine Perspektive in ihrer Region, in ihrem Land zu geben.“ Dank vieler Unterstützer aus Bargteheide und Umgebung ist das bisher gelungen. Hoffentlich auch beim letzten Großprojekt.

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erstellt am 12.Mär.2015 | 12:03 Uhr

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