Wacken Open Air : "Ohne DRK keine Heavy-Metal-Party"

 'Wacken Open Air und DRK - das gehört zusammen': Davon ist Henning Kramer, Präsident des DRK-Landesverband (links) überzeugt und ernannte Wacken Open Air Veranstalter Thomas Jensen zum Rotkreutbotschafter für Schleswig Holstein.  Foto: Röhrs
"Wacken Open Air und DRK - das gehört zusammen": Davon ist Henning Kramer, Präsident des DRK-Landesverband (links) überzeugt und ernannte Wacken Open Air Veranstalter Thomas Jensen zum Rotkreutbotschafter für Schleswig Holstein. Foto: Röhrs

Wacken Open Air macht Lust auf Ehrenamt beim DRK: Veranstalter Thomas Jensen dankt den vielen Helfern und wird DRK-Botschafter

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20. Mai 2011, 08:10 Uhr

wacken | Thomas Jensen, Veranstalter des Wacken Open Air (W:O:A), trägt am liebsten schwarz. Von nun an wird man vermutlich auch die Farbe Rot öfter an ihm sehen - in Form eines Kreuzes: Der 44-Jährige wird Botschafter für das Deutsche Rote Kreuz in Schleswig-Holstein. Wieso gerade er? "Das Wacken Open Air und das DRK - das gehört zusammen. Seit Jahren ist hier eine vertrauensvolle Sicherheits-Partnerschaft gewachsen", erklärte Henning Kramer, Präsident des DRK-Landesverbandes Schleswig-Holstein. "Wenn ich mich als Rotkreuzbotschafter zur Verfügung stelle, dann ist das auch ein ,Dankeschön an die Helfer, die jedes Jahr gern in Wacken dabei sind", erklärt Jensen. Mit Jensen als Botschafter hofft der DRK, noch mehr Ehrenamtliche zu finden, die den Verband unterstützen. "Und es ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass es ganz ,cool ist, ehrenamtlich beim Roten Kreuz mitzumachen", sagte Kramer schmunzelnd. Unter Rotkreuz-Regie wirken auch andere Hilfsorganisationen daran mit. "Die Zusammenarbeit funktioniert nicht nur reibungslos, sondern ist mittlerweile schon freundschaftlich", erklärt Jensen.

Das weltgrößte Heavy-Metal-Festival löst jedes Jahr den größten Sanitätseinsatz des Roten Kreuzes im Land aus. Mehrere hundert Helfer sind bei der Veranstaltung in Wacken im Einsatz, um für die Sicherheit von 75 000 Fans, einem rund 5000 Personen starkem Mitarbeiterteam und fast 100 Bands zu sorgen. "Das ist kein Notfalleinsatz, sondern rein präventiv", betont Kramer. Denn das Großereignis habe ein Sicherheitskonzept, das wie ein präzises Uhrwerk läuft. Der Veranstalter duldet keine Lücken und plant minutiös alles vor: Polizei, Feuerwehr und eben auch das DRK leisten jedes Jahr auf neue unverzichtbare "Sicherheitsarbeit". "Ohne das DRK und die anderen Hilfsorganisationen gäbe es keine Heavy-Metal-Party, kein Wacken Open Air", betont Gerhard Tolksdorf, Ordnungsamtsleiter im Amt Schenefeld. Im Sicherheitskonzept sei jeder Fall berücksichtigt, ob Massenpanik, Feuer oder Flugzeugabsturz - und werde regelmäßig überarbeitet. Ereignisse wie die Panik auf der Love Parade 2010, Schweinegrippe oder Unwetter bringt die Veranstalter und Helfer deshalb nicht aus der Ruhe.

Für die DRK-Helfer sei das Wacken Open Air sogar eine gute Schule: "Das ist ja kein 90 Minuten Fußballspiel, sondern eine Veranstaltung über mehrere Tage mit vielen Besuchern. Da ist immer was los", so Jensen. "Das ist für die Helfer eine gute Möglichkeit, für komplexere Einsätze, vor allem solche, die nicht vorgeplant werden können wie beispielsweise Schneekatastrophen, zu trainieren", betont auch Henning Kramer.

Für viele Ehrenamtler sei es sogar das Highlight des Jahres. "2005 hatten wir noch Mühe, genügend Helfer zu finden", erklärt Andreas Keller, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Kaltenkirchen, der seit 2005 die Regie übernommen hat. Beim diesjährigen W:O:A ist das kein Problem mehr, Helfer werden nicht mehr benötigt: Der Sanitätsdienst ist mittlerweile so beliebt, dass innerhalb weniger Wochen alle Helfer-Posten besetzt waren.

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