zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

22. November 2017 | 23:28 Uhr

Bargteheide : „Oh wie schön, Opa zu sein!“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Vom Glück und kleinen Krisen: Der pensionierte Lehrer Dietrich von Horn hat ein neues Buch geschrieben.

shz.de von
erstellt am 28.Okt.2017 | 06:00 Uhr

„Man weiß ja, man kann Enkelkinder nur bedingt erziehen. In erster Linie machen sie einem doch alles nach.“ Das ist nur eine von vielen Erkenntnissen, die Dietrich von Horn beim Zusammenleben mit seinen Enkelkindern gewonnen hat. Der Bargteheider liebt seine vier Enkelmädchen Jonna, Jente, Juli und Liv über alles und deshalb hat er jetzt ein Buch über sie geschrieben. In „Oma, Opa, kann ich ein Eis?!“ erzählt der Autor und vierfache Großvater wie es ist, Enkelkinder zu haben und lässt den Leser teilhaben an seinen Erlebnissen und Erkenntnissen. „Ich schreibe eigentlich täglich etwas auf und so entwickelte sich fast automatisch die Thematik für das Buch, denn mein Leben wird zur Zeit stark durch die Enkelkinder bestimmt“, sagt der Bargteheider.

In über 100 kurzen Kapiteln schreibt Dietrich von Horn, Vater zweier Töchter, kurzweilig und humorvoll vom Glück – und kleinen Krisen – mit seinen Enkelkindern: Wie man den Frühling begrüßen kann, wie der erste neue Zahn sich seinen Weg bahnt, wie man gemeinsam spielen und Geburtstag feiern kann. Er gewinnt einen ganz neuen Blick auf Adventskalender und die Erkenntnis, dass man durch seine Enkelkinder irgendwie schlauer werden kann. Denn als Opa lernt er unter anderem, wie er seine Fähigkeiten im Bedienen von neuen DVD-Playern und Co. ausbauen kann, wer Elsa und Anna sind und wie man am besten den Schreib- und Sprechfortschritt seiner Enkelkinder verfolgen kann.



„Opa aufstehen! Ich will mit dir Brötchen holen!“

Dabei erlebt er das morgendliche Erwachen nicht immer nur als Freude, vor allem am Sonntagmorgen um sieben Uhr früh, wenn es heißt: „Opa aufstehen! Ich will mit dir Brötchen holen!“ Auch erinnert man sich wieder an längst vergessene Kinderlieder und lernt das Versteckspielen neu.

Und noch etwas vermittelt Dietrich von Horn seinen interessierten Lesern: Ein Leben mit Enkelkindern ist zwar toll und aufregend, aber – und das sollte man auf gar keinen Fall unterschätzen – auch anstrengend. Nicht nur körperlich, auch die Aufmerksamkeit, die so ein kleines Wesen über den ganzen Tag einfordert, ist immens. Deshalb gibt es auch ein kleines Kapitel mit dem vielsagenden Titel: Wie man lernt, mit einem Hexenschuss zu leben. Trotzdem springen Oma und Opa immer wieder gerne ein, wenn Not am Mann ist, und verwöhnen dann die Kleinen meist nach allen Regeln der Kunst, denn sie sehen vieles nicht so eng wie Mama und Papa.

Kinder brauchen viel Gelassenheit, Zeit, Nachsicht und Liebe, also etwas, wovon Oma und Opa viel haben und viel abgeben können. „Der Schwerpunkt des Zusammenseins mit den Enkeln kann nur sein, sie in der Zeit des Zusammenseins glücklich zu machen, mit ihnen zu singen, zu tanzen, zu spielen, mit ihnen rumzualbern. Man darf alle Facetten seines Ichs ausleben, man darf doof sein, frech, ausgelassen, unvernünftig, unverschämt, laut und chaotisch. Man darf sich auf dem Fußboden wälzen und sich auf den Knien vorwärts bewegen, solange es die eigenen Knochen noch mitmachen und man anschließend auch wieder irgendwie in die Senkrechte kommt. Man darf wieder Kind sein, ohne dass die Erwachsenenwelt irritiert guckt. Was für eine Erleichterung der eigenen Psyche“, sagt Dietrich von Horn mit einem Lächeln.

Der Autor erzählt seine Erlebnisse und Geschichten in der dritten Person als Opa Diedl, wobei auch seine Frau „Oma Gina“ eine wichtige Rolle spielt. Denn Oma und Opa sind ein bestens eingespieltes Team, die sich gut bei der Betreuung ihrer Enkelkinder ergänzen und wissen, wie sie die Zeit mit den Kleinen am besten genießen können. Die Erlebnisse in dem kleinen Taschenbuch sind sehr persönlich, aber Dietrich von Horn gibt auch Tipps, wie man die Zeit mit den Enkeln sinnvoll nutzt und wie man den Balanceakt zwischen maßlosem Verwöhnen und maßvoller Unnachgiebigkeit meistert.


Man darf doof sein, frech, ausgelassen

So sollte man nicht die Grenzen ignorieren, die die Eltern gesetzt haben, keine größeren Geschenke ohne Absprache machen und den Eltern zwar Hilfe und Rat anbieten, sich aber nicht aufdrängen. Und man sollte als Großeltern natürlich nicht machen, was über die eigenen Kräfte geht.

Der 73-Jährige pensionierte Lehrer schrieb bereits mehrere Bücher, unter anderem „111 Gründe, Lehrer zu sein“ und „111 Gründe, Mallorca zu lieben“. Nach seinem letzten Werk „How To Survive im Ruhestand“ nun also das Buch „Oma, Opa, kann ich ein Eis?!“

Es ist beim Verlag Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen und für 9,99 Euro pro Exemplar von Mittwoch, 1. November an im deutschen Buchhandel (ISBN 978-3-86265-672-1) erhältlich




























zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen