Trenthorst : Öko-Forschung zum Anfassen

Johanna Inkermann, Kurt Weirauch, Gerd Herrmann und Burkard Dillig  (von links) laden im Laufe des Jahres nicht nur zur Weinprobe mit Ziegenkäse in das Herrenhaus des Trenthorster Instituts ein.
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Johanna Inkermann, Kurt Weirauch, Gerd Herrmann und Burkard Dillig (von links) laden im Laufe des Jahres nicht nur zur Weinprobe mit Ziegenkäse in das Herrenhaus des Trenthorster Instituts ein.

Mobile Hühner, Weinprobe, Käse selber machen, Mittsommerfest, veganes Essen: Förderverein lädt zu Veranstaltungen ein.

shz.de von
07. Januar 2015, 18:16 Uhr

Es war das Jahr der Veränderungen beim Förderverein des Instituts für ökologischen Landbau. Im August gab es einen Vorstandswechsel. Nach zehn Jahren ehrenamtlichem Einsatz übergab Friedrich-Carl Wodarz (71) sein Amt an Gerd Herrmann (64), für den es das zweite große Ehrenamt ist. Seit über einem Jahr ist er bereits Bürgervorsteher der Stadt Reinfeld. Immer habe er die Arbeit des Fördervereins mit Interesse verfolgt. Als ihm der Vorsitz des Fördervereins (150 Mitglieder) angeboten wurde, sagte er spontan zu.

Gerd Herrmann hat sich für die Zukunft vorgenommen, dass Öko-Institut noch bekannter zu machen und Promis – wie vor vielen Jahren bereits Prinz Charles, der einen Apfelbaum pflanzte, in das idyllische Trenthorst einzuladen. Außerdem wünscht er sich eine bessere Vernetzung mit der Region – zum Beispiel eine Kooperation mit der Immanuel-Kant-Schule in Reinfeld. „Das Institut ist mit dem Dorf und seiner Umgebung fest verankert – nicht abgekapselt“, so Herrmann. Deshalb wird die Arbeit an der Trenthorster Chronik auch 2015 von zwei Historikerinnen fortgesetzt, die ihre Arbeit am Donnerstag, 5. März, vorstellen.

Gemeinsam mit Stellvertretern Dr. Christiane Müller und Herrmann Lampe sowie der FÖJlerin Johanna Inkermann hat er das neue Jahresprogramm ausgearbeitet. Die aus Lemgo in Nordrhein-Westfalen stammende 18-Jährige sorgte für ein komplett neues und sehr professionelles Outfit des Flyers.

Den traditionellen Lämmeraustrieb – neben dem großen Hoffest eine der bekanntesten und beliebtesten Veranstaltungen in Trenthorst – wird es allerdings nicht mehr geben, denn die rund 50 Ziegen – so Institutsleiter Prof. Dr. Gerold Rahmann – seien „ausgeforscht“ und wurden an Biohöfe verkauft. Statt dessen haben jetzt „mobile Hühner“ (in transportablen Ställen) Einzug in Wulmenau gehalten. Das Institut sattelt auf ökologische Hühnerhaltung- und Aufzucht um. Kindergartengruppen können statt Lämmertaufe im Mai die Küken schlüpfen sehen. 200 Hühnereier sollen „bebrütet“ werden, so dass genug kleine Küken für die Taufe ausschlüpfen werden.

Weitere neue Veranstaltungen bietet das Öko-Institut für Landwirtschaft Interessierten und Laien und garantieren „Forschung zum Anfassen“. „Das Programm für 2015 ist wieder eine Mischung aus Theorie und Praxis, in jedem Falle informativ und – so nehmen wir an – bereichernd“, verspricht Herrmann. Neu ist das öffentliche Mittsommerfest am 20. Juni, zu dem im Rahmen des 15-jährigen Bestehens des Instituts diverse Gäste eingeladen sind. Im Juli referiert der Institutsleiter über die Höhen und Tiefen des Öko-Landbaus in Trenthorst. Die erste Veranstaltung am Freitag, 30. Januar, beschäftigt sich mit Reitwegen in Nordstormarn. Der Referent hinterfragt, ob Konflikte dort vorprogrammiert sein müssen.

Das Transatlantische Handelsabkommen ist Thema des Abends im Februar. Immer wieder mit im Programm sind das Schlachtfest (25. Februar), der Fotowettbewerb „Trenthorster Superfoto ( Einsendeschluss 26. Februar), Wildkräuter sammeln (9. Mai), Kochen im Herrenhaus ,Käse selber machen (4. Oktober). Im Kontrast zum Schlachtfest steht die Veranstaltung am 21. Mai unter dem Motto „Vegan ist hip!“ „Wir bereiten bereits viele köstliche Gerichte zur Verkostung vor“, freut sich Johanna Inkermann auf viele Gäste in der Küche des Herrenhauses. Sie wird 2015 zudem das neue Projekt „Kinder auf dem Bauernhof“ ins Leben rufen. Grundschulkinder sind eingeladen, die ökologische Landwirtschaft mit allen Sinnen zu erleben. „Für dieses Projekt suchen wir noch Kooperationspartner“, so Herrmann.



> Um eine Anmeldung für alle Veranstaltungen wird unter E-Mail foelt@ti.bund.de gebeten. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Homepage des Fördervereins unter: www.trenthorst.de






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