Obst spricht über Stauffenberg

Lothar Obst  Foto: st
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13. Juli 2011, 11:23 Uhr

Reinbek | "Es ist Zeit, daß jetzt etwas getan wird. Derjenige allerdings, der etwas zu tun wagt, muss sich bewusst sein, dass er wohl als Verräter in die deutsche Geschichte eingehen wird. Unterlässt er jedoch die Tat, dann wäre er ein Verräter vor seinem eigenen Gewissen." Diese Zitat von Claus Schenk Graf von Stauffenberg zeigt, dass er sich der Folgen des Attentats auf Hitler bewusst war. Das missglückte ebenso wie der versuchte Staatsstreich unter dem Decknamen "Operation Walküre". Warum wagt ein junger talentierter Generalstabsoffizier den Versuch eines Tyrannenmords? Was waren die Motive und persönlichen Antriebskräfte? In seinem Vortrag am Mittwoch, 20. Juli, versucht der kaufmännische Direktor des Krankenhauses St. Adolf Stift, Lothar Obst, eine Antwort. Unter dem Titel "... wählte Ungnade, wo Gehorsam nicht Ehre brachte" geht er um 19.30 Uhr in der Aula der Krankenpflegeschule auf das Spannungsverhältnis zwischen der Verantwortungs- und der Gesinnungsethik Stauffenbergs und die Eidesproblematik ein. Im Anschluss an den Vortrag wird der Film "Geheime Reichssache" mit Originalaufnahmen der Prozesse gegen die Beteiligten und Mitwisser des Attentats gezeigt. Im Auftrag Hitlers hatte man mit versteckten Kameras im "Volksgerichtshof" gedreht. Richter Freisler wollte die Angeklagten demütigen, die standen aber tapfer zu ihren Taten. Daraufhin erklärte Goebbels den Film zur "Geheimen Reichssache" und befahl, die Bild- und Tondokumente zu vernichten. Eine Kopie blieb erhalten. Im Anschluss an die Abschlussveranstaltung der Reihe vor Seligsprechung der Lübecker Märtyrer wird ein Imbiss gereicht. Der Eintritt ist frei.

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