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Auf neue Beine : Oase übernimmt Offene Ganztagsschule

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Weil sich der Trägerverein der offenen Ganztagsschule auflöst, muss eine neue Lösung her. Das Konzept des Mehrgenerationenhauses wurde einstimmig angenommen. Die Stadt trägt das Defizit.

Wenn’s ehrenamtlich nicht mehr geht, wird es teuer – der offene Ganztags-Betrieb an den Grundschulen ist dafür ein Beleg. Bislang wurde das zum Großteil vom Verein Feste Grundschulzeiten (FGZ) organisiert. Doch der löst sich im nächsten Jahr auf. Deshalb muss eine Nachfolgeregelung her – und die gibt es mit der nötigen Verlässlichkeit nur auf hauptamtlicher Basis. Die Stadt kann das Angebot nicht einfach ersatzlos einschlafen lassen, denn sie ist per Gesetz verpflichtet, auch ein Hortangebot vorzuhalten – das gibt es aber nur ganz begrenzt in der Stadt. Die verlässliche Ganztagsschule ist eine zulässige Alternative.

Die Stadt hatte per Ausschreibung Freie Träger für diese Aufgabe gesucht. Mit dem Mehrgenerationenhaus Oase wurde ein konkretes Konzept erarbeitet und im Sozialausschuss vorgestellt. Und eben auch die Kosten ermittelt.

Die Zahlen sind nur Schätzwerte, sie basieren auf der Annahme, dass Angebot und Nachfrage etwa gleich bleiben. Demnach wäre mit Gesamtkosten von gut 320 000 Euro zu rechnen. Vom Land kommen gut 30 000 Euro Zuschuss. Knappe 110 000 Euro kommen von den Elternbeiträge herein. Den Rest muss die Stadt tragen: Es wird ein Defizit von 190 000 Euro erwartet. Eine „virtuelle“ Miete für die kostenlose Nutzung städtischer Räume von gut 45 000 Euro käme noch hinzu. Zum Vergleich: Bislang zahlt die Stadt einen jährlichen Zuschuss von 40 Euro pro Kind, in der Summe etwa 28 000 Euro. Hinzu kommt die nicht erhobene Miete und Kosten für Verwaltungsleistungen von rund 14 000 Euro.

Die Oase an der Ratzeburger Straße ist eine etablierte Einrichtung, die seit mehr als zehn Jahren auf den Feldern Kinderbetreuung, Elternberatung und Seniorenangebote tätig ist. Es werden Gesundheits- und kulturelle Angebote gemacht. Das Haus in ein Treffpunkt für alle Generationen. Und jetzt eben der Offene Ganztag. „Das passt“, findet Leiterin Andrea Kefrig-Blase. „Uns ist wichtig, dass sich da viel entwickeln kann“, ergänzt ihre Kollegin Wiebke Finck.

Nach einer ersten Vorstellung vergangenen Monat war eigentlich schon klar, dass die Oase die Trägerschaft übernehmen soll. Trotzdem wartete die SPD noch mit einem umfangreichen Fragenkatalog auf. Nachdem der abgearbeitet war, stand einer Zustimmung nichts mehr im Wege.

Je nach gebuchtem Paket und Sozialstaffel müssen die Eltern ab kommendem Schuljahr zwischen 4,50 und 112,50 Euro monatlich bezahlen, zuzüglich (bei Bedarf) der Kosten für das Mensaessen von 2,80 täglich. Der Mitgliedsbeitrag entfällt. Ferien müssen mitbezahlt werden, eine Betreuung während der Ferien schlägt allerdings extra zu Buche.

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23-2176993_Bad Oldesloe_Andreas_Olbertz_Redakteur.JPG von
erstellt am 06.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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