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Stormarner Tageblatt

14. Dezember 2017 | 07:26 Uhr

Oase übernimmt Ganztag

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Sozialausschuss billigt Vertragsentwurf / Sonderbedarf von Kindern mit Integrationsbedarf bleibt ungeklärt

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erstellt am 10.Jan.2014 | 00:31 Uhr

Der Vertrag steht. Wenn jetzt auch noch die Oldesloer Stadtverordneten zustimmen, übernimmt das Mehrgenerationenhaus Oase ab nächstem Schuljahr die Trägerschaft für die Offene Ganztagsschule.

Bislang ist die in den Händen des Vereins Feste Grundschulzeiten (FGZ). Doch die Ehrenamtler, wollen nicht mehr, der Verein wird aufgelöst. Deshalb musste eine Alternative gefunden werden. Die Trägerschaft wurde ausgeschrieben, die Oase war der einzige Bewerber. Das bereits in einer früheren Sitzung vorgestellte Konzept ist bei den Sozialausschuss-Mitgliedern gut angekommen. Also wurde das jetzt in ein verbindliche Vertragswerk gegossen. Da der Rahmen steht und auch unstrittig ist, dass die Stadt dieser neue Weg rund 190 000 Euro kosten wird, sollte das eigentlich ein Selbstgänger sein.

Dem war dann aber doch nicht so, weil die SPD noch mit einige Fragen aufwartete. Zum Teil waren das Kleinigkeiten, die schnell geklärt werden konnten. So ist einerseits von pädagogischem Fachpersonal die Rede, andererseits aber auch von FSJlern, die keine Qualifikation besitzen. Da konnte schnell geklärt werden, dass die FSJler lediglich zur Unterstützung eingesetzt werden. Auch die Frage der Evaluation wurde angesprochen. Hajo Krage (SPD) fand es wenig sinnvoll, dass die Oase sich selbst nach einem Jahr überprüft. Er regte an, von außen zu begutachten. Mit dem Vorschlag fand er bei Bürgermeister Tassilo von Bary Anklang: „Das finde ich vernünftig.“ Einstimmig wurde beschlossen, die Evaluation unter die Federführung der Stadt zu stellen.

Strittig war einzig die Frage, welche Vorkehrungen die Stadt für Kinder mit besonderem Integrationsbedarf getroffen habe. Antwort aus dem Fachbereich: Gar keine, denn ein entsprechender Antrag des Beirats für Menschen mit Behinderung sei auf der Sozialausschusssitzung im November abgelehnt worden.

Das sah man in der SPD aber ganz anders. Im September sei einstimmig der Beschluss gefasst worden, „Im Konzept wird auch Personal für die Betreuung von Kindern mit Integrationsbedarf berücksichtigt.“ Das ist sehr allgemein gehalten. Im November wurde es konkreter, der Behindertenbeirat beantragte die Einstellung von heil- oder sonderpädagogischem Personal. Das wurde abgelehnt. Damit habe sich der September-Antrag aber nicht erledigt. Das sahen auch die anderen Fraktionen und der Verwaltungs-Chef so. Bei der Frage wie das konkret realisiert werden soll, gehen die Meinung aber auseinander. „So etwas ist nicht Aufgabe des Schulträgers, sondern fällt in den Bereich der Eingliederungshilfe“, argumentierte beispielsweise von Bary. Seitens der CDU führte Angela Fehrmann an, dass von den Schulleitungen aktuell kein Bedarf gesehen werde. „Wenn der da ist, können wir uns da noch mal mit beschäftigen“, so Fehrmann. Nach einer allgemeinen Debatte über den Unterschied zwischen Inklusion und Integration wurde ein sehr allgemeiner Satz, dass der Bedarf an Mitarbeitern für Integrationshilfen im Stellenplan festgelegt werde, einstimmig in den Vertrag eingefügt.

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