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Ex-Bürgermeister verabschiedet : Nussel zum Abschied den Marsch geblasen

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Walter Nussel ist nach zwölf Jahren als Bürgermeister von Trittau jetzt feierlich verabschiedet worden. Die Feuerwehr spielt einen eigens für diesen Anlass komponierten Marsch.

Da wurde dem Bürgermeister doch tatsächlich noch der Marsch geblasen – im besten Sinne des Wortes: Bei der Abschiedsfeier des pensionierten Bürgermeisters Walter Nussel widmete die Feuerwehrkapelle dem früheren Verwaltungs-Chef einen eigenen Marsch. Den hatte der Leiter des Musikzugs, Andreas Marx, extra für diesen Anlass komponiert. Die Uraufführung des fröhlichen Stücks wurde mit viel Beifall gewürdigt. Nussel selbst war gerührt: „Da bin ich ganz stolz, wer hat schon einen eigenen Marsch.“

Ansonsten hielt sich die Rührung in Grenzen, was auf die angenehme Kürze der Reden und auf den Wortwitz mancher Laudatoren zurückzuführen war. Natürlich lobten alle, von der Bürgervorsteherin Marion Schiefer, über Amtsvorsteher Ulrich Borngräber bis hin zu Bernd Gundlach, Leitender Verwaltungsbeamte des Amts Bargteheide, der auch für den Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag sprach, die Kompetenz und die intelligenten Ideen Nussels. Bürgermeister Oliver Mesch hob dazu die „Prise Humor“ hervor, die Nussels Reden stets begleitet hätten und den Kampfgeist, wenn es um Lösungen für Trittau ging. Von Mesch gab es ein Bild von Nussels selbst so betitelten „Augapfel“, der Wassermühle, von allen hauptamtlichen Bürgermeistern eine kleine Reise. Norbert Scheller, der für über Vereine und Verbände Trittaus sprach, hatte sogar ausgerechnet, dass Nussel in den zwölf Jahren seiner Amtszeit allein sechs Monate mit den Vereinen verbracht habe.

Lustig wurde es, als der Landtagsabgeordnete und früherer Finanzminister Rainer Wiegard (CDU), die Erinnerungen an die gemeinsame Schulzeit in Bargteheide wach werden ließ. Damals gab es noch Ohrfeigen vom Mathelehrer für beide, weil sie voneinander abgeschrieben hatten. „Das war eine prägende Entwicklung, wir sind beide in den Bereich Finanzen gegangen“, so Wiegard schmunzelnd.

Und immer für einen Schwank gut ist bekanntermaßen Landrat Klaus Plöger, der es auch an diesem Abend schaffte, dröge Themen wie das Finanzausgleichsgesetz oder die Kreisumlage augenzwinkernd und witzig verpackt anzusprechen. Unter Nussels „Herrschaft“ sei die Finanzumlage von Trittau immer gezahlt worden, „wir könnten Trittau in Nussel-City umbenennen“, schlug er vor. Auf jeden Fall sorgte Plöger mit seinem Dank für „den besten Bürgermeister der letzten zwölf Jahre“ für die ersten „standing ovations“ des Abends für den Alt-Bürgermeister.

Walter Nussel selbst, der mit seiner Frau Renate und Sohn Michael gekommen war, bedanket sich für alle Geschenke und die Reden, die mit einem „Weichzeichner“ versehen worden waren. „Danke, dass Sie alle meine Unzulänglichkeiten weg gelassen haben. Ich wollte nirgendwo anders Bürgermeister gewesen sein als hier“, lautete sein Fazit.

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