zur Navigation springen

Trittau : Nussel bleibt vorerst in der Versenkung

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bürgermeister jetzt Privatmann und später Ehrenamtler. Eine Abschiedsfeier steht diese Woche für Walter Nussel aber noch aus.

Erstmal will er „in der Versenkung verschwinden“, ganz Privatmann sein. „Das hat mein Vorgänger, Jochim Schop, auch so gemacht und ich empfand das als sehr wohltuend. Ich werde keine Kommentare zur Politik abgeben, mich nicht ungefragt äußern und erstmal nicht die Gemeindevertretersitzungen besuchen“, kündigt Alt-Bürgermeister Walter Nussel an. Nussel freut sich auf seinen Ruhestand mit viel Zeit für seinen ersten Enkel Jakob sowie der Renovierung von Haus und Garten. Zudem wird er sich in der Sparkassenkulturstiftung im Stiftungsrat engagieren. Er freut sich auf seine ehrenamtliche Aufgabe. „Ich spende Zeit, erstelle Konzepte, organisiere Projekte“, merkt Nussel an. Auch die Gründung eines Lesekreises kann er sich vorstellen.

Gleichzeitig blickt er auch gerne zurück auf seine zwölfjährige Amtszeit als Bürgermeister: „Meine liebsten Termine waren immer die bei goldenen Hochzeiten und 90. Geburtstagen“, bekennt er, denn da freute man sich immer, wenn er vorbei kam. Vor der Bürgermeisterzeit war er 19 Jahre in der Verwaltung als Büroleiter tätig. Gerne hat er als Bürgermeister auch Trauungen vorgenommen, wegen seiner anderen Verpflichtungen wurden es insgesamt nur ein paar Dutzend. „Einmal hatten wir den Verdacht der Scheinehe, haben den Leuten ins Gewissen geredet und die sagten dann später tatsächlich den Termin ab“, erinnert er sich.

Auch die Treffen mit den Gadebuschern und die Fahrten nach Finnland bleiben in guter Erinnerung. Ansonsten habe er viel gekämpft – um die Entlastungsstraße (Gadebuscher Straße), die erst rechtskräftig beschlossen, dann wieder in Frage gestellt und 2008 dann endlich fertig gestellt wurde oder um die Kindertagesstätte am Hauskoppelberg, die dann nicht gebaut wurde, dafür aber mehrere andere.

„Teilweise waren das harte Zeiten, aber die bleiben meist am besten im Gedächtnis“, so Nussel. Es freut ihn sehr, das letzte Projekt, die Sanierung der Rausdorfer Straße und die Fertigstellung des neuen Kreisels noch in seiner Amtszeit erreicht zu haben. Stolz ist er auf den großen Zuspruch bei seiner Wiederwahl 2008 nach der ersten Amtszeit, die im ersten Wahlgang mit 56 Prozent für ihn ausging. „Das war eine tolle Bestätigung meiner Arbeit“, betont er. Er habe in seiner Amtszeit viele Menschen gut kennen- und schätzen gelernt, so Nussel.

Von seinen Mitarbeitern hat er sich schon mit einer internen Veranstaltung verabschiedet. Ebenso von der Gemeindevertretung – wie berichtet – bei der Amtsübergabe an seinen Nachfolger Oliver Mesch. Ein „Pflichttermin“ kommt nun noch auf ihn zu, bevor der terminlose Ruhestand erreicht ist: Am kommenden Freitag findet die große Abschiedsfeier mit geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden statt.



zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen