zur Navigation springen

Verkaufsabsichten : Nur noch Großensee bietet

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Ein Privatmann und die Stiftung Naturschutz sind aus dem Verkaufsverfahren ausgestiegen. Ein Gespräch zwischen Bürgermeister und Hamburger Finanzsenator sei gut verlaufen.

Die Verhandlungen um den Kauf des Großensees zwischen der Gemeinde Großensee und der Stadt Hamburg gehen voran. Am Montag trafen sich Bürgermeister Karsten Lindemann-Eggers und der Finanzsenator Hamburgs, Peter Tschentscher, der vom Sprecher der Finanzbehörde, Daniel Stricker und einem Ressortleiter des Immobilienmanagements begleitet wurde, in Großensee.

„Es herrschte eine gute Atmosphäre in dem Gespräch, wir haben ein gemeinsames Konzept erarbeitet“, berichtet Lindemann-Eggers. Von einem ergebnisoffenen, ersten Gespräch spricht auch Daniel Stricker, Sprecher der Hamburger Finanzbehörde. „Wir haben zwar vom Rechnungshof den Auftrag erhalten, das Grundstück zu verkaufen, aber nicht unter Wert“, führt er aus. Daher könne das Ergebnis des Gespräches auch sein, nicht zu verkaufen und alles beim Alten zu lassen. Ein Kaufangebot müsste zunächst von der Kommission für Bodenordnung geprüft werden. In der Kommission sind alle Fraktionen des Hamburger Senats vertreten. Geprüft würde unter anderem, ob ein „ortsüblicher Preis“ ausgehandelt wurde.

Zahlen nennt Bürgermeister Lindemann-Eggers nicht, aber: Die Zeichen stehen gut, denn inzwischen ist die Gemeinde Großensee der einzige Bieter. „Für die Stiftung Naturschutz lag der geforderte Preis von 1,2 Millionen Euro außerhalb jeder Vorstellungskraft, für uns übrigens auch, und ein mir persönlich bekannter privater Bieter hat kein Interesse bekundet“, so Lindemann-Eggers weiter.

Die Gemeinde Großensee sei jetzt endlich an der Stelle, an der sie gern von Anfang an gewesen wäre: Im persönlichen, direkten Gespräch mit der Hansestadt. Auf Hamburger Seite ist man nicht sehr begeistert über die Negativpresse, wie die große Weltstadt mit dem kleinen Ort umgeht. Daher hofft Bürgermeister Lindemann-Eggers auf eine gangbare Lösung für alle, ohne dass sich die Gemeinde Großenseekomplett verschulden muss. Aus Sicht der Hamburger besteht zwar kein Zeitdruck, aber man wolle „so bald wie möglich“ zu einem Ergebnis kommen, so Stricker, der zudem versichert: „Wir werden keine Verkaufsentscheidung gegen den Willen und die Interessen der Gemeinde Großensee treffen.“


zur Startseite

von
erstellt am 02.Okt.2014 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen