Nur kurz abgelegt? Pudel findet Baby in Rethwischfeld

Wohlauf:  Dem wenige Tage alten Jungen geht es gut.
Wohlauf: Dem wenige Tage alten Jungen geht es gut.

Andreas Olbertz. von
31. Dezember 2013, 00:33 Uhr

Das hat weit über die Stadtgrenzen hinaus für Gesprächsstoff gesorgt: Im Juli wird in Rethwischfeld ein Findelbaby gefunden. Pudelmischlingshündin Anna spürt das kleine, erst wenige Tage alte, Menschenbündel beim abendlichen Spaziergang auf, bellt laut und dann ist Herrchen zusammen mit seinem dreijährigen Urenkel auch schon zur Stelle. Die Nachbarschaft kümmert sich sofort um den weinenden Säugling. Wie sich herausstellt, ist es ein Junge, dem gesundheitlich nichts weiter fehlt. Trotzdem kommt er vorsorglich nach Lübeck in die Uniklinik.

Die Kriminalpolizei nimmt unverzüglich ihre Ermittlungen auf und kann die Geschichte im Laufe des nächsten Tages schon aufklären. Wie sich herausstellte, hatte die 24-jährige Mutter, die bereits ein weiteres Kind hat, das Baby bei den Großeltern des vermeintlichen Vaters Julian (26) im Garten unter einem Baum abgelegt – frisch gewickelt, adrett gekleidet und mit einem Fläschchen.

Die 24-Jährige hatte laut Polizeibericht das Kind am Vortag alleine in ihrer Wohnung in Niedersachsen zur Welt gebracht. Die Schwangerschaft hatte sie verheimlichen können. Sie wollte den Kindsvater in Rethwischfeld besuchen und vorher den Säugling in einer Hamburger Babyklappe ablegen. Dazu kam es aber nicht, weil dort zu viele Menschen gewesen seien. Sie fuhr weiter nach Bad Oldesloe. Während sie bei anderen Bekannten in der Nähe gewesen sei, musste sie das Baby kurz verstecken. Der Säugling wurde dann allerdings schnell von seinem Uropa gefunden. Die Kripo ermittelte wegen des Verdachts der Aussetzung.

Was aus dem Findelkind letztlich wurde, ist nicht bekannt. Das Stormarner Jugendamt hat hat die Zuständigkeit an die Kollegen in Lüneburg abgegeben – die Mutter kam aus der Region

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