Bargteheide : Nun doch grünes Licht für Fachmarkt

Hier soll der Fachmarkt an Bargteheides verkehrsreichster Kreuzung entstehen.
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Hier soll der Fachmarkt an Bargteheides verkehrsreichster Kreuzung entstehen.

Mehrere Investoren scheiterten mit ihren Bauplänen in den städtischen Ausschüssen. Seit vier Jahren hat das Eckgrundstück Südring/Hamburger Straße die Bargteheider Politik beschäftigt.

shz.de von
28. Juni 2014, 06:00 Uhr

Seit vier Jahren hat das Eckgrundstück Südring/Hamburger Straße die Bargteheider Politik beschäftigt. Mehrere Investoren scheiterten mit ihren Bauplänen in den städtischen Ausschüssen. Teils weil das geplante Sortiment den Einzelhandel in der Innenstadt gefährdet hätte, teils weil die angebotenen architektonischen Lösungen unbefriedigend waren. Jetzt kann das Grundstück bebaut werden, die Stadtvertretung hat ihren Segen dazu gegeben.

Mit den 16 Stimmen der CDU und SPD wurde der Bebauungsplan 33 jetzt verabschiedet. Damit kann die GAB-Projektentwicklungsgesellschaft aus Wettenburg (Hessen) loslegen. Geplant ist der Bau eines Gebäudes mit Bäckerei, Getränke- und Drogeriemarkt. 1450 Quadratmeter Verkaufsfläche sol-len am südlichen Ortseingang entstehen. Und die möglichen Verkehrsprobleme hier bewogen die übrigen Fraktionen, diesen Plan abzulehnen. Grüne, Wählergemeinschaft WfB und die FDP stimmten deshalb dagegen. Schon jetzt gebe es lange Verkehrsstaus an der Kreuzung, so Norbert Muras (WfB): „Mehr Verkehr darf dort nicht hinzukommen.“ Das Sortiment des geplanten Fachmarkts stelle zudem keine Bereicherung für Bargteheide dar. Es gebe genug Einkaufsmöglichkeiten dafür.

Isabell Steinau (Grüne) kritisierte die schlichte architektonische Lösung. Gorch Hannis La Baume (FDP) sieht auch Gefahren für die Schüler des benachbarten Eckhorst-Gymnasiums, wenn sie für einen Pauseneinkauf die vielbefahrene Kreuzung passieren.

ie berichtet, soll möglicherweise eine neue Feuerwehrwache an der Kreuzung entstehen. Die Stadt hat sich am Bieterverfahren des Insolvenzverwalters für das Russmeyer-Grundstück beteiligt. Falls sie den Zuschlag erhält, könnte die Wehr hier einen neuen Standort erhalten. „Bei einem Feuerwehreinsatz könnte die Verkehrssituation hier brenzlig werden“, so La Baume.

Etwas Bauchgrummeln hat auch Bürgermeister Dr. Henning Görtz. Er verweist aber auf die Ausweisung der Fläche als Mischgebiet im Bebauungsplan. Bereits vor neun Jahren sei das geschehen, damals noch als mögliche Erweiterungsfläche fürs inzwischen insolvente Autohaus. Der Bebauungs-plan lasse auch Einzelhandel auf jeweils bis zu 700 Quadratmetern zu. Die Kommunalpolitik habe aus dieser Situation noch das Bestmögliche herausgeholt. Andreas Bäuerle (SPD) wies auf die Regelungen in einem städtebaulichen Vertrag für den Fachmarkt hin. Es seien jetzt zwei von der Kreuzung weg verschwenkte Zufahrten vorgesehen, um die Verkehrssituation zu entschärfen. Und Claus Christian Claussen (CDU) zitierte ein Gutachten zur Innenstadtrelevanz des Fachmarkts. Danach seien die Auswirkungen des Projekts auf den Einzelhandel in der Innenstadt gering.


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