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Stormarner Tageblatt

20. Oktober 2017 | 20:25 Uhr

Ahrensburg : Notfallbetreuung wird grenzenlos

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

„Beruf und Familie“ dehnt sich über Stormarn hinaus ins Lauenburgische und nach Lübeck aus und wird zur „BuF im HanseBelt gGmbH“.

von
erstellt am 20.Dez.2016 | 10:33 Uhr

Finanzielle Probleme und personelle Dissonanzen hatten „Beruf und Familie Stormarn“ in schwieriges Fahrwasser gebracht. „Diese Phase ist überwunden“, sagt Aufsichtsratvorsitzender Norbert Basler. Und nicht nur das: Die gemeinnützige GmbH ist größer geworden, will weiter wachsen und firmiert jetzt unter „Beruf und Familie im HanseBelt gGmbH“.

„Der Name ist Programm“, sagt Basler. Zwar gehörten auch bislang einzelne Lübecker Firmen zu BuF, aus der Ausnahme wird aber jetzt die Regel. „Wir wollen uns deutlich größer positionieren. Das ist auch eine Chance, die gesamte Region familienfreundlich darzustellen“, so Norbert Basler.

Der erste Erweiterungsschritt führt in den Nachbarkreis Herzogtum Lauenburg. Es hat zwar ein bisschen gedauert, gestern wurde aber die neuen Verträge unterschrieben. Die Zahl der BuF-Gesellschafter, die Stammkapital einbringen, erhöht sich ab 1. Januar auf 16. Für die Gründungsgesellschafter, „die das Defizit in den Vorjahren immer aus Überzeugung ausgeglichen haben“, werde sich die Situation nun bessern, so Basler: „Jeder neue Gesellschafter hilft dabei, dass wir die Wirtschaftlichkeit steigern können.“

Natürlich trägt dazu auch die Zahl der Kunden bei. Nach der Tarifanpassung, die vor allem für Kommunen zu höheren Kosten führte, hatte die Stadt Bad Oldesloe den Vertrag nicht verlängert. Auch Firmen waren zwischenzeitlich wieder ausgestiegen, weil das Angebot nicht passte. Eine rein finanzielle Begründung ist für Basler aber nicht schlüssig: „Notfallbetreuung hat den Charakter einer Versicherung. Man kündigt ja auch keine Feuerversicherung, weil es nicht gebrannt hat.“

55 Kunden hatte BuF mal, mit den neuen werden es ab Januar wieder 46 Firmen und Verwaltungen sein, in denen insgesamt 9000 Menschen arbeiten. Seit der Gründung vor viereinhalb Jahren gab es 437 Notfall- und 135 Sonderzeiten-Einsätze. Das Mehrgenerationenhaus Oase Bad Oldesloe ist von Anfang an Kooperationspartner und organisiert die Betreuung der Kinder, wenn der Flieger Verspätung hat, die Eltern länger arbeiten müssen oder die Kita geschlossen ist.

Die Oase wird zunächst auch die Notfallbetreuung im Lauenburgischen übernehmen. „Die Kinder haben sich immer wohl gefühlt, weil es sehr gut klappt, aber auf Dauer kann man es für Firmen hinter Ratzeburg aber nicht von Bad Oldesloe aus organisieren“, sagt Kai Jentsch, der mit seinem Gartenbaubetrieb zu den Gesellschaftern gehört. Auch mit Blick auf Lübeck, wo es ebenfalls von mehreren Firmen Interesse gebe, „werden wir uns in Zukunft auf mehrere Sozialpartner stützen“, so Basler. Familienfreundlichkeit der Unternehmen sei auch eine Imagefrage für die Region, etwas „auf dass es in Zukunft ankommt, wenn wir gute junge Leute gewinnen wollen.“

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