Nordstormarn: Wer bleibt und wer geht

Wendelin Herbrand (80) aus Heilshoop verabschiedet sich aus der Kommunalpolitik.
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Wendelin Herbrand (80) aus Heilshoop verabschiedet sich aus der Kommunalpolitik.

Zwei neue und zehn wiedergewählte Bürgermeister

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09. Juli 2018, 06:00 Uhr

Im gesamten Juni fanden die konstituierenden Sitzungen in den zwölf Gemeinden Nordstormarns statt. Nach der Kommunalwahl wurden die neuen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister gewählt.

In Badendorf steht nun Volker Brockmann (64) von der KWV an der Spitze, die bei der Kommunalwahl sechs Sitze – einen mehr als die CDU – erringen konnte. Er setzte sich bei der Wahl gegen Hans-Jürgen Köhncke (CDU) durch.

Wenig Veränderungen gab es in Barnitz. Dort konnte sich Hans-Joachim Schütt von der Kommunalen Wählervereinigung als Bürgermeister behaupten. Die KWV ist mit fünf Sitzen stärkste Kraft geblieben. Die CDU gewann zwei Sitze und hat nun vier, die Bürger für Barnitz (BfB) verloren zwei und haben nur noch zwei Sitze.

Paul-Friedrich Beeck (CDU) bleibt wie erwartet Bürgermeister in Hamberge. Seine CDU behält alle 13 Sitze, denn andere Parteien sind nicht angetreten. Das war schon bei der letzten Kommunalwahl 2013 so. 46 Prozent der Hamberger gingen nur zur Wahl. Paul Friedrich Beeck erzielte mit 496 Stimmen das mit Abstand beste Einzelergebnis vor Albert Iken (418).

Auch in Heidekamp, der kleinsten Gemeinde des Amtes Nordstormarn, gibt es wenig Veränderung. Bürgermeister bleibt Dr. Horst Mosler (KWV). Die Kommunale Wählervereinigung holte 80 Prozent der Stimmen und hat nun sieben statt sechs Sitze im Gemeinderat. Die CDU stellt zwei Vertreter. Dr. Horst Mosler holte mit Gundula Prange (KWV) die meisten Einzelstimmen.

In Heilshoop verabschiedete sich Bürgermeister Wendelin Herbrand (80) von der AKW aus der Kommunalpolitik. Seit Jahren treten hier drei Wählergemeinschaften an. Die meisten Stimmen bekam diesmal die AKW (41 Prozent) und somit vier statt bislang drei Sitze. Die HKW ist mit drei statt vier Sitzen dabei, die AWH bleibt bei zwei Mitgliedern in der Gemeindevertretung. Neuer Bürgermeister ist der 50-jährige Bankkaufmann Jan Steen.

In Klein Wesenberg bleibt wie erwartet Herbert David (85) am Ruder. Zwar verlor seine Wählergemeinschaft AAW einige Stimmen, bleibt jedoch mit fast 50 Prozent und vier Sitzen stärkste Kraft im Ort. Die FW errang drei, die AAA zwei Mandate.

Nachdem vor fünf Jahren die CDU die AWG abgelöst hatte, läuft es nun andersherum in Stormarns nördlichster Gemeinde Mönkhagen. Die Wählergemeinschaft gewann fünf Sitze, die CDU vier. Klaus-Peter Offen (CDU) wurde jetzt von Bürgermeister Klaus Bleiziffer (AWG) abgelöst.

In Rehhorst bleibt dagegen (fast) alles beim Alten. Weiterhin hat hier die SPD mit Bürgermeisterin Birgit Gerritzen mit vier statt vorher drei Sitzen im Gemeinderat das Sagen. Die AKW bleibt bei drei, die CDU verlor einen und hat nur noch zwei Sitze.

Ähnlich ist es in Wesenberg, wo weiterhin Karin Dettke (CDU) Bürgermeisterin bleibt. Die CDU behält sieben Sitze, die KWV sechs.

Auch eine Bürgermeisterin bleibt in Westerau am politischen Ruder: Petra Jürß von der KWV mit sieben Mandaten. Die BIW errang vier Sitze. Bürgermeisterin Petra Jürß holte die meisten Einzelstimmen (266).

In Zarpen bleibt Wolf-Friedrich Schöning Bürgermeister (KWV). Er errang 61 Stimmen mehr als sein Gegenkandidat von der SPD. Beide Parteien bekleiden wie vorher fünf Sitze in der Gemeindevertretung, die CDU drei. Heike Hoffmann (SPD) erhielt bei der Kommunalwahl zwar die meisten Einzelstimmen (385), doch Wolf-Friedrich Schöning (311 Einzelstimmen) konnte während der konstituierenden Sitzung die Wahl gewinnen und bleibt nach 15 Jahren weiterhin im Amt.

Die Kommunale Wählervereinigung (KWV) mit fünf Sitzen und Ernst-Wilhelm Schorr als Bürgermeister konnte sich erneut in Feldhorst durchsetzen. Anstatt des Feldhorster Bürgerforums (FBF), das sich nicht mehr zur Wahl stellte, konnte die neu gegründete BAFF (Bürger aktiv für Feldhorst) vier Mandate für sich gewinnen.

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