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Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 04:12 Uhr

Reinbek : Noah ist Stormini-Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Reinbeker Bauhof sorgt unbürokratisch mit Rindenmulch für begehbare Wege auf dem Sportplatz.

Die „Agentur für Arbeit“ in der Kinderstadt Stormini musste ihren Standort wechseln – das Zelt auf dem Sportplatz in Neuschönningstedt drohte nämlich abzusaufen. Ansonsten hat Stormini – bis auf ein paar nasse Füße – den Daueregen der vergangenen Tage gut übestanden.

„Es müssten mehr Wege mit Holzpaletten ausgelegt werden“, hatte denn auch Noah Garbers, einer von vier Kandidaten, in sein Wahlprogramm geschrieben. Der 13-Jährige aus Bargteheide ist Bürgermeister der 10. Kinderstadt Stormini.

Schon vor der offiziellen Verkündung des Wahlergebnisses am Mittwochabend hatten seine Anhänger mit lauten „Noah“-Rufen ihn für das Bürgermeiseramt vorgeschlagen. Reinbeks Bürgermeister Björn Warmer gab ihm gleich einen kollegialen Rat mjit ins Amt: „Wenn Du Fragen hast, ruf mich einfach an“, sagte er seinem jungen Kollegen gern Unterstützung zu.

„Wir haben das gut hingekriegt“, sagten Uwe Sommer, Geschäftsführer des Kreisjugendringes Stormarn und Ansgar Büter-Menke, Stormini-Projektleiter, „wenn es so viel regnet, dann gibt es nur begrenzt Möglichkeiten.“

Hilfe für die Einwohner von Stormini kam vom Bauhof der Stadt Reinbek: Innerhalb kürzester Zeit wurden sechs Containerladungen Rindenmulch angeliefert, damit wurden die völlig aufgeweichten Wege auf dem Sportplatz wieder begehbar gemacht.

Eine Lösung gab es auch für den Protest der „Teamer", die für ihren Einsatz eine Bezahlung gefordert hatten. Sie bekommen nun zehn Stormark pro Tag für ihren Einsatz – finanziert aus den Steuern, die den Kindern beim Lohn abgezogen werden.

Übrigens: Zehn Kinder haben Stormini bereits vorzeitig verlassen – offenbar war das Heimweh doch zu schwer zu ertragen.


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