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Stormarner Tageblatt

18. Dezember 2017 | 00:40 Uhr

Lasbek-Dorf : Nilgans-Pärchen als Nestbesetzer

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Auf dem Schornstein der alten Meierei in Lasbek-Dorf bahnt sich ein Machtkampf an, wenn die Störche zurückkehren

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 00:31 Uhr

Auf dem Schornstein der alten Meierei in Lasbek-Dorf wird jetzt geschnattert statt geklappert. Ein Nilganspärchen hat dort das Storchennest in Beschlag genommen. „Das gibt Ärger wenn die Störche zurückkehren“, sagte Storchenvater Andreas Hack vom Naturschutzbund. Es ist nicht das erste Mal, dass sich Nilgänse in Stormarn in Storchenhorsten breit machen und dann das Nest im Frühjahr vehement gegen Meister Adebar verteidigen.

„Die Nilgänse werden mehr und mehr zu einem Problem“, erläutert Hack. Schlimmer als hier sei es aber im nördlichen Teil Schleswig-Holsteins. Die Gänse, die sich meist in der Nähe von Wasser einen Brutplatz suchen, belegen aber nicht nur Storchennester. Auch die Horste von Greifvögeln werden besetzt. In Lasbek auf dem Schornstein der alten Meierei machte es den Anschein, dass sich die Nilgänse das von den beiden jüngsten Stürmen in Mitleidenschaft gezogenen Storchennest einrichten. Sollten sie bleiben, werden sie Anfang bis Mitte März mit dem Brutgeschäft beginnen. Wenn später die Störche zurückkehren, gibt es Ärger. Hack: „Die Nilgänse sind dann sehr aggressiv und verteidigen das Nest gegen die Störche.“ Die Storcheneltern Andreas Hack und Kerstin Kommer (Foto) haben keine Chance einzugreifen. „Die Gänse stehen unter Schutz. Da können wir nichts machen“, so der Storchenvater. Was passieren kann, wenn die Wasservögel ein Storchennest besetzen, war im vergangenen Jahr in Westerau zu beobachten. Nilgänse hatten das Zuhause von Meister Adebar als Brutplatz auserkoren. Die Störche hatten keine Chance zur Rückeroberung. Im Endeffekt wurde für die Störche ein neuer Mast aufgestellt,um sie in der Gemeinde zu halten. „Auch in Sprenge hatten wird schon Nilgänse im Storchennest“, berichtet Hack. Allerdings zogen die Gänse in eine unbesetztes Nest im Dorf um, noch bevor die Störche aus dem Winterquartier zurück kehrten . Wie es in Lasbek auf dem Schornstein der alten Meierei ausgehen wird, muss sich zeigen.

Andreas Hack und Kerstin Kommer sind bereits in den Vorbereitungen für neue Brutsaison. „In Eichede wollen wir das Storchennest von dem Dach einer Scheune herunter nehmen. Es war in den vergangenen fünf Jahren nicht besetzt. Dafür soll aber ein Mast auf dem dortigen Hof aufgestellt werden“, so Andreas Hack.

Auch in Klein Wesenberg ist geplant, einen neuen Mast für die Störche aufzustellen. „Die Arbeiten werden aber von der Netz AG übernommen“, sagte der Storchenvater.

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