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Theater Ahrensburg : Niederdeutsche Bühne ist tapfer

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Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Die Ahrensburger Bühne kämpft um Zuschauer und Mitglieder. Die Theatersaison in Ahrensburg startet am 26. und 27. September mit dem Gastspiel „Frauke Petersen“ der Niederdeutsche Bühne Neumünster.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2013 | 18:00 Uhr

Die Niederdeutsche Bühne Ahrensburg hat zu kämpfen: Der Abwärtstrend bei den Zuschauerzahlen konnte nur minimal gebremst werden. Durchschnittlich 189 Theaterbesucher kommen in eine Vorstellung. „Bei eigenen Inszenierungen sind es zum Glück mehr“, sagt Bühnenleiterin Andrea Rühling. Auch bei den Abos wurden 16 weniger als im Vorjahr verkauft. Trotz intensiver Öffentlichkeitsarbeit und Werbung durch den Schlemmerblock und in einem Seniorenblatt will es nicht so richtig aufwärts gehen.

Immerhin fand man durch eine Flyeraktion sieben Aktive für die Bühnenarbeit, denn auch dort grassiert der Schwund: Elf junge Darsteller verließen die Bühne, weil sie ins Berufsleben starteten. Der Jugendbereich wird jetzt von dem erst 14-jährigen Ole Feldvoss geleitet, der natürlich von den „alten Hasen“ unterstützt wird. Weil es massive Besetzungsprobleme gab, konnte man am Kirchentag auch nicht mit dem geplanten Stück „Fenster zum Flur“ auftreten. „Das geht einfach nicht mit Zwölfjährigen. Es war sehr schade, denn wir hätten in den Kammerspielen auftreten sollen“, erzählt Rühling.

Auch das Weihnachtsstück wird in diesem Jahr ausfallen, denn es gibt niemanden, der die Inspizienz übernehmen kann. „Dazu gehört Erfahrung, man organisiert alles hinter der Bühne, von der richtigen Requisite bis zum Bühnenbild“, erklärt Hans-Joachim Eggers die Rolle des Hauptkoordinators am Theater. Ob auf oder hinter der Bühne: Überall werden Interessierte gebraucht. 87 Aktive sind es zurzeit, vor allem im „Mittelalter“ zwischen 25 und 40 Jahre fehlen die Darsteller. Hinter der Bühne sind Techniker, Inspizienten und Maskenbildner gefragt.

Gut angekommen ist das Schnupperabo, das im Vorjahr oft zu Weihnachten verschenkt wurde. Rühling und Eggers hoffen, dass noch einige der Schnupperer als Dauerabonnenten dabei bleiben. Auch diesmal gibt es dieses Angebot wieder: Vier Stücke im neuen Jahr kann man für 28 Euro sehen.

Die Niederdeutsche Bühne ist mit drei Eigenproduktionen dabei: Mit „Bella Donna“, einem spannenden Krimi um eine Kochbuchautorin, die regelmäßig ihre „abgelaufenen“ Lover ins Jenseits befördert, werden alle Krimifans unter den Theatergängern angesprochen. Eine Hommage an den verstorbenen Autor Konrad Hansen ist die erneute Aufführung von „Plünnenball“ im Februar. Dieses Stück wurde bereits 1995 gespielt, mit großem Erfolg auch in der Partnerstadt Viljandi sowie in Tallinn und Tartu. „Damals habe ich selbst mitgespielt, jetzt führe ich Regie“, sagt Hans-Joachim Eggers. Das Stück sei „kein Schenkelklopfer, sondern ein bisschen was zum Nachdenken.“ Drittes Stück ist „De Kaktusblööt“, eine Verwechslungskomödie. Alle Eigenproduktionen werden an drei statt wie bisher an zwei Abenden aufgeführt. „Ein Versuch“, wie Eggers und Rühling betonen.

Die Theatersaison startet am 26. und 27. September mit einem Gastspiel der Niederdeutsche Bühne Neumünster. Gezeigt wird das Einpersonenstück „Frauke Petersen“, die „bittersüße Komödie einer Hausfrau“. Weiter geht es am 31. Oktober, 1. und 8. November mit „Bella Donna“ von der Niederdeutschen Bühne Ahrensburg.

„Ridder Ludwig“ steht am 16. und 17. Januar bei einem Gastspiel der Niederdeutschen Bühne Kiel auf dem Programm. Am 13., 14. und 21. Februar zeigt die Bühne Ahrensburg den „Plünnenball“. Von der Kulturscheune Süsel wird am 20. und 21. März „Elisa“ präsentiert. Mit „De Kaktusblööt“ wird die Saison wird am 3.,4. und 11. April beendet.

Alle Vorstellungen beginnen um 20 Uhr im Alfred-Rust-Saal der Selma-Lagerlöf-Gemeinschaftsschule.

>Auskünfte zu Abos bei Hans-Joachim Eggers unter (04102) 823 629, karten-nbahrensburg@web.de. Bühnenleiterin Andrea Rühling ist unter (04102)59253 zu erreichen.

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