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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 08:21 Uhr

Willensstark : Nie aufgegeben

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nach schwacher erster Halbzeit feierte der VfB Lübeck am Ende beim 1:1 (0:1) gegen den BSV Rehden einen Punkt zum Start der Restrunde 2016 in der Fußball-Regionalliga. Der Kapitän erzwang den Ausgleich in den Schlussekunden.

Der VfB Lübeck ist mit einem Unentschieden in die Restrunde der Fußball-Regionalliga gestartet. Am Sonnabend kamen die Grün-Weißen auf der Lohmühle gegen „Angstgegner“ BSV Schwarz-Weiß Rehden zu einem späten, aber letztlich doch verdienten 1:1 (0:1) und bauten dadurch ihre kleine Serie auf nun sieben Zähler aus den vergangenen drei Partien aus.

Lübecks Trainer Denny Skwierczynski veränderte seine Startelf im Vergleich zum Auswärtssieg beim FC St. Pauli II (2:1) Anfang Dezember auf fünf Positionen. Moritz Marheineke und Stefan Richter kehrten nach Sperren zurück. Auf der „Zehn“ kam Yannick Bremser zum Zuge. Marc Lindenberg ersetzte in der Innenverteidigung den verletzten Dennis Wehrendt (Bluterguss in der Hüfte). Zudem agierte Marcello Meyer von Anfang an im zentralen Mittelfeld auf der „Sechs“. Dafür nahmen Christopher Kramer und Marvin Thiel auf der Bank platz. Dennis Voß (Außenbandriss im Sprunggelenk) und Alexandar Nogovic (Syndesmosebandruptur) standen verletzungsbedingt gar nicht zur Verfügung. Taktisch ließ Skwierczynski wie gewohnt in einem 4-2-3-1-System agieren. Ebenso wie BSV-Coach Fabian Gerber auf Seiten der Gäste.

Die Niedersachsen kamen von Anfang an besser in die Partie und von der Strafraumgrenze aus durch Yuki Nakagawa (8.) zur ersten Chance. Doch der Ball trudelte knapp am rechten Pfosten vorbei. Drei Minuten später parierte VfB-Schlussmann Jonas Toboll einen Schuss von Nakagawa.

Doch der zuvor vereitelte Rückstand folgte zeitnah. Nach einem Steilpass von Nakagawa sah sich Toboll gleich zwei Angreifern der Gäste gegenüber und konnte nicht verhindern, dass Abu Bakarr Kargbo ins verwaiste Gehäuse einschob. Auch danach waren die Niedersachsen einem weiteren Treffer näher. Während den Gastgebern Stockfehler und Fehlpässe in der Vorwärtsbewegung unterliefen, verpassten auf der anderen Seite erneut Kargbo (30.) und Andor Bolyki (34.) das 0:2. Immerhin besaß Andre Senger (37.) vor der Pause noch eine „Halbchance“ – er konnte die Konfusion im Strafraum des BSV nach einer Flanke von Maurice Maletzki aber nicht nutzen.

Ein Ausgleich zur Pause wäre für Lübeck unverdient gewesen, und daher reagierte Skwierczynski auf die schwache Vorstellung, die die Zuschauer beim Gang in die Kabine mit Pfiffen bedachten. Der 41-Jährige brachte Marvin Thiel für Henrik Sirmais, um für mehr zwingende Aktionen in der Offensive zu sorgen.

Der Schachzug ging auf, der VfB agierte gefälliger. Thiel (47.), Senger (48.) und Richter (50.) setzten Nadelstiche, der Ball aber wollte nicht ins Tor. Der VfB erhielt mehr Ballbesitz und kontrollierte die Partie. Skwierczynski brachte mit Christopher Kramer und Kubilay Büyükdemir zwei weitere Offensivkräfte. Im Vorwärtsgang scheiterte dann Thiel (66.) an BSV-Keeper Kevin Birk. Während sich die Gäste nun nur noch auf – schlecht ausgespielte – Konter beschränkten, drängte der VfB auf den Ausgleich. Senger hatte Pech, dass sein Distanzschuss noch leicht abgefälscht am Gehäuse vorbeizischte (78.). Auch Kramer, der nach Pass von Senger zu zögerlich agierte, hatte kein Glück (82.). So lief den Lübeckern die Zeit davon.

Nachdem Büyükdemir mit vergebener Doppelchance (85.) schon fast für Verzweiflung im Stadion gesorgt hatte, erzwang Kapitän Moritz Marheineke in den Schlusssekunden aus der Nahdistanz das verdiente Unentschieden für den nie aufgebenden VfB.

Statistik VfB Lübeck – BSV Rehden 1:1 (0:1)

 

VfB Lübeck: Toboll – Sirmais (46. Thiel), Lindenberg, Marheineke, Knechtel – Maletzki (65. Kramer), Meyer (65. Büyükdemir) – Sievers, Bremser, Senger – Richter.

BSV Rehden: Birk – Pekrul, Heyken, Wessel, Matovina – Gyasi, Tietz – Bolyki (86. Kljajic), Nakagawa (81. Artmann), Fehr (66. Boyamba) – Kargbo.

SR: Franz Bokop (Vechta). – Z: 1090.

Tore: 0:1 Kargbo (24.), 1:1 Marheineke (90.).

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