Goldmedaille : Nicht zu stoppen

John Schlegl (re.) triumphierte in Kiel.
John Schlegl (re.) triumphierte in Kiel.

John Schlegl, Leichtathletik-Talent des Ahrensburger TSV, siegt bei den Landesmeisterschaften im Blockwettkampf der M 15 in Kiel. Silbermedaillen erringen Ole Grammann und Sabrina Schröder.

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17. Juni 2015, 07:00 Uhr

Bei den Landesmeisterschaften im Blockwettkampf der Jugend U  16 haben die Stormarner Leichtathleten in Kiel fünf Medaillen abgeräumt. Für Gold sorgte John Schlegl (Ahrensburger TSV) im Block Wurf. Silber gab es für Ole Grammann (SV Großhansdorf) und Sabrina Schröder (VfL Oldesloe) jeweils im Block Sprint/Sprung sowie für das Team des Ahrensburger TSV um Schlegl, Luca Kuschel und Finn Wehlte, der sich zusätzlich bei den M  14 die Bronzemedaille im Block Sprint/Sprung umhängen durfte. Der Ahrensburger kam auf 2415 Punkte. „Wir können mit den Ergebnissen absolut zufrieden sein“, erklärte Manfred Hamann, Vorsitzender des Kreis-Leichtathletik-Verbandes, gab aber zu bedenken: „Es wären auch drei Goldmedaillen drin gewesen.“

Schlegl dominierte den Wettkampf bei den M  15 nach Belieben. Über die 100 Meter konnte ihm in 11,68 Sekunden keiner folgen. Über 80 Meter Hürden wartete der 15-Jährige in 11,37 Sekunden mit einer Glanzleistung auf. „Ich hätte gern einen Konkurrenten gehabt, der mir ebenbürtig ist, dann wären noch ein paar Hundertstel Sekunden drin gewesen“, erklärte Schlegl, der auch in der Sprunggrube mit 6,12 Metern den weitesten Satz landete. Im Kugelstoßen stellte der 15-Jährige mit 13,06 Metern einen neuen persönlichen Rekord auf. Lediglich im Diskuswurf zog Schlegl hinter dem im Gesamtklassement Zweitplatzierten Niklas Sagawe (Eutin, 41,32 Meter) den Kürzeren. Nach 35,74 Metern erklärte Schlegl: „Ich hatte mir mehr ausgerechnet, aber ich konnte meine Diskusschuhe nicht anziehen, weil es geregnet hatte und zu rutschig war. Das wollte ich nicht riskieren.“ Insgesamt kam Schlegl auf 2987 Punkte – und verfehlte damit sein eigenes Ziel von 3030 Zählern. „Ich bin trotzdem zufrieden“, betonte er.

In der gleichen Altersklasse musste sich Ole Grammann im Block Sprint/Sprung mit Silber zufrieden geben. 2891 Punkte reichten nicht, um den Lübecker Fritz Peters (2936) vom Thron zu stoßen. Dabei hatte Grammann nach Siegen über 100 Meter (11,91 Sekunden), 80 Meter Hürden (11,49 Sekunden) und im Weitsprung (6,28 Meter) durchaus Chancen auf den Sieg. Ausgerechnet im Hochsprung aber gab der Großhansdorfer – dessen persönliche Bestleistung bei 1,88 Metern liegt – den Sieg aus der Hand. Grammann kam nicht über 1,74 Meter hinaus. Peters dagegen übersprang 1,82 Meter. „Durch den Regen war der Anlauf nass und rutschig. Ole hat mir gesagt, dass er sich nicht getraut hat, beim Absprung alles zu geben“, erklärte Hamann die Leistung. Mit 37,13 Metern im Speerwurf sicherte sich Peters Gold vor dem Stormarner, der auf 30,09 Meter kam.

Im gleichen Block sicherte sich auch Sabrina Schröder bei den W  15 die Silbermedaille. Über 100 Meter kam die Oldesloerin als Fünfte in 13,52 Sekunden ins Ziel. Über 80 Meter Hürden war sie in 13,08 Sekunden Viertschnellste, im Weit- (5,14 Meter) und Hochsprung (1,58 Meter) sicherte sie sich den Sieg – und hatte auch in der Gesamtwertung Gold im Blick. Am Ende aber landete die Stormarnerin trotz 41,56 Metern im Speerwurf mit insgesamt 2754 Punkten auf Rang zwei – nur einen Zähler hinter Stella Holpert von der LG Flensburg. „Sie hätte im Hochsprung eine Höhe mehr überspringen müssen, dann wäre es Gold geworden – aber auch sie wurde vom rutschigen Boden ausgebremst“, betonte Hamann.

Neben dem Landesmeistertitel für Schlegl und der Vizemeisterschaft für Grammann und Schröder durften die drei auch feiern, dass sie die Norm für die Deutschen Meisterschaften im Blockmehrkampf in Lübeck (5. September) geschafft haben. Schlegls Ziel ist klar: „Dort möchte ich dann mit 3030 Punkten eine neue persönliche Bestleistung aufstellen.“ Überdies haben sich der Ahrensburger (100 Meter, 80 Meter Hürden, Weitsprung), Ole Grammann (100 Meter, 300 Meter, Hoch- und Weitsprung) und Sabrina Schröder (Speerwurf) für die Einzel-DM der Schüler in Köln (8. August) qualifiziert.

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