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Großhansdorf : Neuplanung für Ortsmitte und Rathaus

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das Großhansdorfer Verwaltungsgebäude ist sanierungsbedürftig, und Schmalenbecks Ortsmitte könnte einen neuen Supermarkt mit Parkhaus bekommen.

von
erstellt am 09.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Von außen sieht es noch schmuck aus, doch die Fassade täuscht: Sie stammt aus den 80-er Jahren. Das originale Großhansdorfer Rathaus ist bereits 54 Jahre alt und entspricht in vielen Bereichen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das haben mehrere Gutachten zu Energie, EDV, Brandschutz und Elektrik ergeben. Bürgermeister Janhinnerk Voß dazu: „Teilweise liegen hier noch zweiadrige Stromkabel.“

Besonders heikel sind die Bereiche Brandschutz und Räumlichkeiten. „Viele Büros entsprechen nicht mehr der Arbeitsstättenverordnung, einfach weil sie zu klein sind“, sagt Voß. Die überfraktionelle Arbeitsgruppe, die sich mit der Problematik befasst hat, sah die Lösung in einer Sanierung des Gebäudes und einem Anbau zwischen Rathaus und Waldreitersaal. Im Hauptausschuss wurde jetzt ein erster Entwurf vorgestellt, dessen äußerer Gestaltung den Politikern aber weniger gefiel.

Vorgesehen ist ein zweigeschossiges Gebäudes mit einer Grundfläche von 200 Quadratmetern. Im Erdgeschoss sind drei Büros und Nebenräume sowie ein Fahrstuhl vorgesehen, den es bislang nicht im Rathaus gibt. Im Obergeschoss soll ein neuer, größerer Sitzungssaal gebaut werden, in dem mehr Besucher Platz haben. Aus dem bisherigen Saal können Büros werden.

Die Kosten wurden vom Architekturbüro auf rund 650  000 Euro für die Sanierung und knapp eine Millionen für den Neubau geschätzt. Erstmal wird darüber in den Fraktionen weiter beraten. „Wir stehen noch ganz am Anfang“, sagt Voß.

Das gilt auch für die Überplanung des Schmalenbecker Ortszentrums. Immerhin hat der Hauptausschuss dem Abschluss eines städtebaulichen Vertrags zugestimmt. Auf dem Parkplatz zwischen dem Penny und den Gebäuden der Raiffeisenbank soll ein moderner Supermarkt entstehen. Für zwei Parkpaletten mit insgesamt 120 Plätzen müssten die Gebäude an der Sieker Landstraße abgerissen werden. „Der politische Wille ist da. Nun können wir die Bauleitplanung aufnehmen“, sagt der Verwaltungschef.

Für die Unterbringung der Flüchtlinge ist bereits ein Neubau im Kortenkamp geplant. Auch für das Roseneck, wo die Gemeinde ein Grundstück besitzt, soll die Verwaltung einen Neubau mit mehreren Wohnungen prüfen. Anders als im Kortenkamp könnte dort ein Mehrfamilienhaus entstehen, das später für Sozialwohnungen genutzt werden könnte. „Das ist zunächst zwar teurer, erscheint mir bei langfristiger Betrachtung aber sinnvoller als ein Behelfsheim, das man nach 20 Jahren wieder abreißen muss“, so Bürgermeister Voß. Angesichts der Flüchtlingsströme soll sich die Verwaltung auch schon Gedanken über eine mögliche Bebauung auf der Grenzeckkoppel neben der Solaranlage machen.

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