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Stapelfelder Hof: : Neues Leben in alten Mauern

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gemeinde stellt Entwürfe vor: Arztpraxis, Lebensmittelmarkt, Gastronomie, Friseur und mehr geplant.

Seit mehreren Monaten berät die Gemeindevertretung, was mit dem Stapelfelder Hof geschehen soll. Im März gab der letzte Pächter des Gasthofes auf. Jetzt gibt es erste Pläne. In einem Neubau werden Lebensmittelmarkt und Arztpraxis, im Altbau Gastronomie, Friseur und Lerninstitut geplant. Der marode Anbau mit Kegelbahn wird abgerissen.

Vorausgegangen ist eine statische Prüfung, die ergab, dass der Anbau aus den 1970er Jahren marode ist. Beim Bau von Saals 3 und der Kegelbahn wurden nicht die richtigen und angegebenen Materialien verwendet. Das Holzständerwerk wurde ohne Schutz vor Feuchtigkeit aufgestellt. Es ist jetzt durchgerottet. Dadurch besteht Einsturzgefahr.

Auch bei der Decke der Kegelbahn wurde seinerzeit gepfuscht: Die Holzdachtragedecke mit Beton ist ebenfalls statisch nicht ausreichend angelegt. Auch hier wurden Materialien angegeben, die in Wirklichkeit nicht verwendet wurden. Daher hat sich die Gemeindevertretung für den Abriss dieses Teils des Stapelfelder Hofs entschieden. Der Gaststättenbereich im vorderen Bereich bleibt erhalten und soll neu an einen Gastronomen vergeben werden. „Die Gespräche laufen“, mehr wollte Bürgermeister Jürgen Westphal dazu derzeit nicht sagen.

Die Raumpläne für einen Neubau stehen ebenfalls: Hier soll der örtliche Lebensmittelmarkt auf 250 bis 300 Quadratmetern mehr Platz finden und im Obergeschoss wird die Hausarztpraxis einziehen. Zudem sind in einem Saal des Altbaus ein Friseur und ein Lernhilfeinstitut geplant, die sich den Saal im Untergeschoss teilen. Für den künftigen Gastronomen bleiben die Gaststube, die Fremdenzimmer und ein weiterer Saal für die Bewirtschaftung. Damit bleibt im Ortsmittelpunkt ein Treffpunkt für die Bevölkerung erhalten, wie sie auf der Einwohnerversammlung im Juli gefordert wurde. „Und wir schaffen Platz für Lebensmittelladen und Ärztin, beide sehr wichtig für den Ort, gerade unter dem Gesichtspunkt des demografischen Wandels“, so Westphal. Zwischen Alt- und Neubau ergibt sich durch den Abriss eine Freifläche, über deren Nutzung noch nicht entschieden ist. Der Abriss des maroden Teils wurde beantragt.

Erste Raumpläne liegen jetzt vor, aber wie die Außenhülle aussehen soll, muss noch beraten werden. „Der Stapelfelder Hof ist ein ortsprägendes Gebäude, das erhalten bleiben soll“, betont Westphal. Ausschüsse und Gemeinderat werden sich im November weiter mit dem Thema befassen. Erst wenn auch Klarheit über die äußere Hülle besteht, können die Kosten zuverlässig ermittelt werden. „Die Gemeinde wird den Bau nicht über Kredite finanzieren, sondern direkt bezahlen. Es ist hier so üblich, dass wir uns nur leisten, was wir uns leisten können“, so Westphal.



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