Todendorf : Neues „Leben“ für die Alstertanne

Kita-Eltern und Kindern bei der Übergabe der Bank mit Margitta Stapelfeldt (2. v. r.), Dorothea Schostack (3. v. r.), Jochen Dwenger (4. v .r.) sowie daneben Kjestina Dwenger, Ann-Christin Peters und Bettina Spechtmeyer-Högel.
1 von 3
Kita-Eltern und Kindern bei der Übergabe der Bank mit Margitta Stapelfeldt (2. v. r.), Dorothea Schostack (3. v. r.), Jochen Dwenger (4. v .r.) sowie daneben Kjestina Dwenger, Ann-Christin Peters und Bettina Spechtmeyer-Högel.

Aus dem Holz des größten Hamburger Weihnachtsbaums 2014 wurden Tisch und Bänke für den Kindergarten Todendorf.

von
22. Juli 2015, 06:00 Uhr

Die Kita Todendorf nennt ein seltenes Möbelstück ihr eigen. Der neue Tisch und die Bänke für draußen sind aus einem ganz besonderen Holz „geschnitzt“: Die massiven Möbel wurden aus dem Holz der Alstertanne geschaffen. Der „wichtigste Weihnachtsbaum Hamburgs“ , wie Ole von Beust als Regierender Bürgermeister einst sagte, leuchtet Hamburg alljährlich auf der Binnenalster heim.

Der Baum aus dem vergangenen Jahr, einen Koreatanne, stammte aus Bardowick. 50 Jahre war sie im Garten von Hans-Jörg Müller gewachsen und mit über 20 Metern zu groß geworden. Die Müllers fragten zunächst mehrmals bei der Stadt Lüneburg nach. Im Rathaus lehnte man das aber ab, weil die Tanne als Weihnachtsbaum für den Marktplatz zu groß, und weil sie zu schwierig zu transportieren gewesen wäre.

Die Stiftung Binnenalster, die auch die Alsterfontäne betreibt, befand die niedersächsische Tanne aber als ausreichend groß und so gut gewachsen, dass sie ihre repräsentative Aufgabe gut ausfüllen könne. Für den Transport und das Aufstellen kam schweres Gerät zum Einsatz: Die Tanne wurde mit einem Tieflader geliefert und mit einem Kran auf den Ponton gehievt. Die Kosten dafür sowie für die standesgemäße die Beleuchtung mit 1300 Glühlampen übernehmen traditionell Sponsoren.

Genauso ist es schon eine Tradition, dass der Hamburger Weihnachtsbaum anschließend nicht nur zu Brennholz verarbeitet wird, sondern im Sinne der Nachhaltigkeit „weiterlebt.“ In Zusammenarbeit mit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald wird das Holz nach der Weihnachtszeit zu Möbeln verarbeitet.

Um Tisch und Bank können sich Kindergärten bewerben, die ebenfalls nach einen nachhaltigen Konzept arbeiten. Das ist in Todendorf der Fall, und Eltern, die die Aktion aus Hamburg kannten, kamen mit der Idee, sich zu bewerben, zu Kitaleiterin Margitta Stapelfeldt. Die war bei der Übergabe von Tisch und Bänken ebenso dabei wie die Kinder und Kita-Eltern, Todendorfs Bürgermeister Jochen Dwenger, Dorothea Schostack vom Vorstand der Stiftung Binnenalster sowie Kjestina Dwenger, Ann-Christin Peters und Bettina Spechtmeyer-Högel aus dem Vorstand des Kindergartens. Nach den Sommerferien werden sich die 15 Hortkinder sowie 60 Mädchen und Jungen gemeinsam mit den Erzieherinnen ausführlich mit den Möbeln auseinandersetzen und der Geschichte des Baumes und der Holzverarbeitung nachgehen.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen