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P & B Bau Consulting wieder im Rennen : Neues Angebot, aber gleicher Preis für „Alte Reitbahn“

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Das 6000 Quadratmeter große brach liegende Areal ist als Mischgebiet ausgewiesen, aber das könnte sich noch ändern.

von
erstellt am 27.Apr.2015 | 06:00 Uhr

Bei der Bebauung der Alten Reitbahn ist die P  &  B Bau Consulting wieder im Spiel. Das Ahrensburger Unternehmen hatte die Planung für ein Kino, einen Elektronikmarkt, Tiefgarage und Wohnungen auf dem 6000 Quadratmeter großen Areal entwickelt, das der Bauausschuss vor knapp einem Jahr grundsätzlich befürwortete.

Überlagert wurde das durch die Personalie Susanne Philipp. Die CDU-Politikerin war stellvertretende Bürgermeisterin und Mitglied im Bauausschuss. Dass sie auch Geschäftsführerin bei P  &  B war, hatte sie nicht verschwiegen und an den Beratungen zur Reitbahn wegen Befangenheit nicht teilgenommen. Trotzdem gab es Kritik an ihrer Doppelrolle. Nachdem Susanne Philipp abgewählt worden war, legte sie auch ihr Mandat als Stadtverordnete nieder und zog sich aus der Kommunalpolitik zurück.

Irgendwie schien dadurch das Reitbahn-Projekt auch auf Eis gelegt zu sein. Bis sich Anfang April allerdings die PPM-Projektmanagement GmbH zurückmeldete, deren Wohnkonzept im vergangenen Jahr keine Mehrheit im Ausschuss gefunden hatte. Die Rahlstedter bieten zwei Millionen Euro für das Grundstück, je nach Nutzung eventuell auch mehr. Sie schlugen erneut den Bau von Miet- und Eigentumswohnungen oder Stadtvillen auf dem Gelände vor.

Nun hat auch P  &  B ein konkretes Angebot in gleicher Höhe vorgelegt. „Von Seiten der Verwaltung ist seit Juni nichts passiert. Deshalb wollten wir ein konkretes Angebot vorlegen“, sagt Susanne Philipp. Zum Konzept gehören weiterhin ein Kino mit 900 Plätzen in fünf Sälen, ein Elektronikmarkt, einem kleiner Lebensmittel-Einzelhandel sowie etwa 30 Wohneinheiten. Die Zahl der Tiefgaragen-Stellplätze wurde durch eine zweite Ebene auf mehr als 300 fast verdoppelt. „Ein Kino möchte jeder in Ahrensburg, und die Parkplätze werden dringend gebraucht“, so Susanne Philipp. Deshalb habe man weitere Gespräche in diese Richtung mit den Ankermietern geführt. Interessent für das Kino ist weiterhin die K-Motion GmbH & Co. KG aus Hamburg, die in 14 Städten über 64 Leinwände verfügt und in Norderstedt, Itzehoe und Schleswig vertreten ist.

Die Investoren würden feststehen und könnten benannt werden, teilte P  &  B den Fraktionen und Ahrensburgs Bürgermeister Michael Sarach mit. „Das hat P  &  B seit Monaten angekündigt. Sie bauen ja nicht selbst, sondern sind die Planer“, so der Verwaltungschef. Man werde das Thema weiter in die Politik transportieren.

Dort sind zwar alle grundsätzlich dafür, dass es wieder ein Kino in der Schlossstadt geben soll. Ob das aber auf der Alten Reitbahn stehen muss, ist eine andere Frage. SPD und Grüne favorisieren dort Wohnungsbau. Noch gilt allerdings der Beschluss aus dem Bauausschuss, und im Entwurf für den neuen Flächennutzungsplan ist die Reitbahn ebenfalls als Mischgebiet vorgesehen.

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