zur Navigation springen

Großhansdorf : Neues Amt und neue Unterkünfte

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

In die alte Reha-Klinik ziehen 100 Flüchtlingen und das Amt ein. Auf vier weiteren Standorten in der Waldgemeinde werden Container errichtet.

Die Waldgemeinde Großhansdorf hat ab 1. März ein neues Amt – das Amt für Flüchtlingsangelegenheiten. Amtsleiterin ist Birgit Schwarz, die Verwaltungsfachangestellte war bislang Kassenleiterin in der Gemeindeverwaltung. „Mit dieser Einrichtung haben wir alle Bereiche, die dieses Thema berühren, verwaltungstechnisch unter einem Dach“, sagt Birgit Schwarz, „das erleichtert die Arbeit enorm.“

Insgesamt acht Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gehören zum neuen Amt, vom Sozialpädagogen bis zum Architekten. „Er wird sich um alle Unterbringungsstandorte in Großhansdorf kümmern“, ergänzt Bürgermeister Janhinnerk Voß und zählt gleich vier geplante weitere Standorte auf: „An der katholischen und an der evangelischen Kirche, am Radeland und am Bauhof entstehen Containerblöcke wie jetzt schon am Kortenkamp.“

Bezugsfertig ist die frühere Reha-Klinik, das Haus am Eilberg. 50 Flüchtlinge sollen dort wohnen, am kommenden Montag wird die erste Familie einziehen. „In der Bevölkerung kursieren horrende Zahlen, im Haus am Eilberg werden maximal 100 Asylbewerber wohnen“, stellt Voß klar. Mit der früheren Reha-Klinik, den geplanten vier neuen Standorten und dem jetzigen Bestand (zwölf Standorte) haben wir bis Frühjahr 2017 genug Platz“, sagt Voß und fügt hinzu, „wenn sich die Zahlen nicht dramatisch verändern.“

Zur Zeit leben 125 Flüchtlinge in der Gemeinde. Zwar werkeln im Haus am Eilberg noch einige Handwerker, aber die ersten Zimmer und die Aufenthaltsräume sind möbliert. Jeweils vier Bewohner teilen sich ein Zimmer, Küchen und Sanitäranlagen sind Gemeinschaftseinrichtungen.

Rund 200  000 Euro hat die Gemeinde in die alte Klinik investiert, in die übrigens auch das neue Amt für Flüchtlingsangelegenheiten einziehen wird. „Die Mitarbeiter sind natürlich schon jetzt tätig, offizieller Start ist aber der 1. März“, sagt Birgit Schwarz. Einer, der ebenfalls schon jetzt unermüdlich tätig ist, heißt Johann Rademacher – er ist der Hausmeister im Haus am Eilberg. „Das ist genau mein Ding“, freut er sich auf die Arbeit und erzählt so ganz nebenbei, dass er schon einmal als Statist in einem Borowski-Tatort mitgespielt habe.

Übrigens: Die Sitzmöbel, Tische, Vorhänge und Gardinen musste die Gemeinde nicht kaufen – das wurde alles vom Hamburger Elysee-Hotel spendiert.



 

 

 

 

 







zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert