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Gebundene Ganztagsschule : Neuer Träger, aber das Konzept bleibt

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Der Kreisjugendring übernimmt jetzt die Trägerschaft für die Jugendlichen im Freiwilligen Sozialen Jahr an der Stadtschule. Schule und KJR versprechen sich davon Vorteile.

Auch im kommenden Schuljahr können wieder 16 Freiwillige ein Soziales Jahr an der Stadtschule absolvieren. Neu ist, dass der Kreisjugendring (KJR) Träger und Ansprechpartner ist. Ein entsprechender Vertrag zwischen Bürgermeister Tassilo von Bary und Christian Wenzel vom KJR ist jetzt unterschrieben worden – er gilt vorerst für zwei Jahre.

Die Sozialversicherungsbeiträge, die Kosten für Verpflegung und Fortbildung und ein Taschengeld für die 16 FSJler, kosten 108 000 Euro jährlich. Der Träger, der Kreisjugendring, bekommt 17 300 Euro aus dem Stadthaushalt. Zum Teil werden die Kosten dadurch gedeckt, dass die Stadtschule auf eine Lehrerstelle verzichtet – „Geld statt Stellen“ nennt sich dieses Prinzip, das schon seit mehreren Jahren praktiziert wird.

Bislang hatte die Awo die Trägerschaft für die Jugendlichen im Schuleinsatz. Der Vertrag wurde nach einem Jahr gekündigt. Schulleiterin Sabine Prinz ist zufrieden mit den Nachwuchskräften und auch mit dem neuen Vertragspartner. Der Bürgermeister sagt: „Das Konzept des Kreisjugendrings gefällt uns.“ Es setzt vor allem auf kurze Wege und Ansprechpartner vor Ort.

Beide Vertragspartner haben mit dem Modell „viele Freiwillige statt eines Profis“ auch die Nachhaltigkeit im Blick. Uwe Sommer, Geschäftsführer des KJR, sieht in den FSJlern von heute die Ehrenamtlichen von morgen, die durch intensive Betreuung an den Verband der Jugendorganisationen gebunden werden sollen. Die Schulleiterin sieht in ihnen auch die Kollegen der Zukunft. Eine Lehrerin war vor sechs Jahren FSJlerin an der Stadtschule, eine Referendarin kennt die Schule ebenfalls über diesen Weg. Der derzeitige Stamm der FSJler setzt sich aus acht jungen Frauen und Männern zusammen. Bewerbungen sind noch möglich, dafür ist jetzt Ansgar Büter-Menke vom Kreisjugendring der Ansprechpartner.

Britta Staak, Lehrerin an der Stadtschule, die die Freiwilligen betreut, beschreibt die Aufgaben der Jugendlichen als abwechslungsreich und komplex. Sie begleiten die Kinder der Gebundenen Ganztagsschule in der Königstraße morgens vom Bus in die Klassen, sind in den Pause für sie da, bieten Projekte an und gestalten eigenständig freie Lernzeiten. Bis 17 Uhr bietet die Stadtschule den Kindern Lern- und Freizeitangebote, da sind die FSJler, je einer pro Klasse, gefragt.

Der Kreisjugendring übernimmt die Aufgabe, die FSJler zu beraten und zu betreuen. Sie bilden die angehenden pädagogischen Kräfte mindestens 25 Tagen lang aus. Dafür sind Seminarblöcke im Jugendgästehaus in Lütjensee geplant. Der KJR sorgt notfalls für Ersatz und würde auch bei Konflikten vermitteln.

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erstellt am 16.Mai.2014 | 14:44 Uhr

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