Reinfeld : Neue Vorsitzende für das DRK

Der DRK-Ortsverein Reinfeld ist wieder voller Hoffnung: Martin Radziwill begrüßt Cordula Andjelic-Neumann aus Reecke als Kandidatin für das Amt als Vorsitzende.
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Der DRK-Ortsverein Reinfeld ist wieder voller Hoffnung: Martin Radziwill begrüßt Cordula Andjelic-Neumann aus Reecke als Kandidatin für das Amt als Vorsitzende.

Durch die Kandidatur von Cordula Andjelic-Neumann kann ein Auseinanderbrechen des DRK-Ortsvereins verhindert werden.

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03. Mai 2015, 17:57 Uhr

Noch vor wenigen Wochen sah es ganz böse aus für den DRK-Ortsverein. Jetzt zeichnet sich endlich ein Hoffnungsschimmer für den 112 Jahren alten Traditionsverein mit seinen 390 Mitgliedern ab. Verzweifelt hatte das Reinfelder Rote Kreuz einen Chef gesucht und lange Zeit nicht gefunden. Der amtierende Vorsitzende Peter Welcker war zwar im Amt, jedoch nur noch auf dem Papier. Längst hatte der zweite Vorsitzende Martin Radziwill seine Aufgaben übernommen.

„Wenn wir keinen neuen Vorsitzenden finden, ist das das Ende unseres Ortsvereins“, sagte damals Ingrid Baumgart mit Tränen in den Augen und sichtlich am Boden zerstört. Der Reinfelderin, die sich seit Jahrzehnten ehrenamtlich beim DRK, in (fast) allen Bereich engagiert ist, blutete das Herz.

Ihre Sorgen erzählte sie Cordula Andjelic-Neumann (56) aus Reecke, eine gute Bekannte und gebürtige Reinfelderin, die in der Karpfenstadt aufgewachsen ist und sich noch immer sehr verbunden fühlt mit ihrer Heimatstadt. Kurzerhand entschied sie, sich als Kandidatin zur Verfügung zu stellen: „Ich mache das hauptsächlich der treuen Frau Baumgart zuliebe.“

Und natürlich weil sie für den Fortbestand des DRK kämpfen möchte. Erfahrung als Ehrenamtlerin und Organisatorin bringt die Persönlichkeitstrainerin genug mit. Viele Jahre arbeitete sie als Entwicklungshelferin in Südafrika, kehrte der Liebe wegen zurück in ihre Heimat und engagiert sich als erste Kinderbeauftragte der Karpfenstadt, als Sozialbetreuerin auch für Flüchtlinge, und gründete als junge Frau das „Bärenstarke Kindertheater“ in Bad Oldesloe.

Ihrem Engagement ist es auch zu verdanken, dass eine erfolgreiche Initiative zum Erhalt der Reecker Brücke gegründet wurde. Durchsetzen kann sie sich also, und das Herz hat sie auf dem rechten Fleck. Vorbild für ihr ehrenamtliches Engagement war ihr Vater Willi Berg, der jahrelang die Reinfelder Feuerwehr leitete. „Leider ist in vielen Köpfen nicht mehr vorhanden, was das DRK eigentlich macht“, bedauert sie und möchte mehr Öffentlichkeitsarbeit leisten, denkt dabei auch an Facebook & Co - das alles natürlich mit den anderen 34 Aktiven im DRK als Team „wie in einer vernünftigen Familie“.

„Das DRK als wichtige Institution hat Reinfeld sorgenfrei leben lassen und sollte weiter am Leben erhalten werden“, so Andjelic-Neumann. Junge aktive Leute – auch Flüchtlinge – müssten nicht nur gefunden, sondern auch überzeugt werden, tatkräftig mitzuwirken. Es könne nicht angehen, dass Wenige bis ins hohe Alter aktiv seien und an ihre gesundheitlichen Grenzen gingen. Junges Blut und neue Ideen mit den Erfahrungen der bewährten Mannschaft verknüpfen - – das wäre für sie ideal.

Neue Besen würden nicht besser kehren, aber anders. Ihr Motto: „Füreinander da sein, miteinander etwas bewegen und das gemeinsames Bestreben, das Ziel zu erreichen“. Martin Radziwill (36) will Cordula Andjelic-Neumann im ersten Jahr auf jeden Fall mit Rat und Tat als zweiter Vorsitzender zur Seite stehen. Ihm ist ein Stein vom Herzen gefallen: „Ich bin froh, dass das DRK weitermachen kann.“ Andjelic-Neumanns Wahl zur ersten Vorsitzenden auf der Mitgliederversammlung an diesem Donnerstag um 19 Uhr in der DRK-Begegnungsstätte, Lokfelder Straße 4, scheint nur noch eine Formsache zu sein. Als Beisitzer wurde bereits der Reinfelder Uwe Mikuszeit berufen.

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