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Stormarner Tageblatt

19. August 2017 | 00:27 Uhr

Neue Module lindern Raumnot

vom

Vier Klassen- und zwei Gruppenräume zusätzlich auf dem Sportfeld: Erweiterungsbau der Dietrich-Bonhoeffer-Schule eingeweiht

Bargteheide | "Das habt ihr gut gebaut", kommentierte ein Fünftklässler bei der Einweihung, "aber die Tafel fehlt uns noch." Der Erweiterungsbau für die Bargteheider Dietrich-Bonhoeffer-Schule ist gerade noch rechtzeitig zum Schuljahresbeginn fertig geworden. Vier Klassen- und zwei Gruppenräume sind auf dem Sportfeld entstanden. "Und die Tafel kommt auch noch", sagte Bürgermeister Dr. Henning Görtz zu den Schülern, "und auch ein Smartboard, eine interaktive Tafel."

Ein Jahr Planung ging dem Bau voraus, der dann in nur vier Wochen realisiert wurde. Möglich wurde das durch individuell vorgefertigte Raummodule. "Diese Bauweise wurde früher als Container bezeichnet", so Görtz, "doch sie ist fast vergleichbar mit einem Massivbau." Auch die Lebensdauer eines solchen Baus sei damit fast vergleichbar. "So ist mit überschaubarem Aufwand ein guter Effekt erzielt worden."

Damit ist die Raumnot der Gemeinschaftsschule zumindest gelindert. "Wir haben jetzt 38 Klassen, im kommenden Schuljahr werden es noch mehr", sagte Leiterin Christa von Rein. Das ist dem Aufbau einer eigenen Oberstufe geschuldet. Die Jugendlichen werden künftig bis zum Abitur unterrichtet. Im kommenden Schuljahr werden die ersten elften Klassen eingerichtet. 575 000 Euro hat der Bau gekostet, der 402 Quadratmeter Nutzfläche bietet. Das ist vergleichsweise preiswert, so Görtz: "Wir kommen auf Kosten von 1400 Euro pro Quadratmeter." Das ist etwa ein Drittel weniger als in konventioneller Bauweise. "Trotzdem erfüllt der Neubau alle energetischen Anforderungen", sagte Architekt Martin Kirsch. Beheizt werde er zentral vom Schulzentrum aus.

Die Module würden individuell nach Maß angefertigt. "Vor allem Betriebe nutzen diese Möglichkeit zunehmend", so Kirsch. Die Gebäude seien schnell aufbaubar und könnten ebenso schnell wieder zurückgebaut werden, wenn es keinen Bedarf mehr gebe. Allerdings gibt es im Neubau keine Toiletten. "Das hätte die Baukosten erhöht und die Bauzeit verlängert", so Christa von Rein. Mit dieser Lösung könne die Schule aber gut leben. Der Bau ist problemlos erweiterbar, falls der Raumbedarf noch weiter wachsen sollte.

Die vier fünften Klassen, die jetzt ins weiterführende Schulleben starten, haben in dem Gebäude Platz gefunden. Und offenbar gefällt es den Kindern gut. "Wenn Schulen wachsen, steht es wohl ums Land", zitierte Christa von Rein Martin Luther.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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