Rotation : Neue Konkurrenzsituation sorgt für frische Motivation

Auf ungewohnter Position getestet: Eichedes „Sechser“ Simon Koops (li., gegen PSV-Angreifer Patrick Fürst) musste in der Vorbereitung auf dem rechten Flügel ran.
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Auf ungewohnter Position getestet: Eichedes „Sechser“ Simon Koops (li., gegen PSV-Angreifer Patrick Fürst) musste in der Vorbereitung auf dem rechten Flügel ran.

Kampf um Stammplätze läuft bei Fußball-SH-Ligist SV Eichede auf Hochtouren. Trainer Oliver Zapel testet Spieler auf ungewohnten Positionen.

shz.de von
30. Januar 2015, 06:00 Uhr

In vier Wochen soll es in der SH-Liga wieder losgehen. Im heimischen Ernst-Wagener-Stadion empfangen die Fußballer des SV Eichede zum Restrundenstart den TSV Altenholz. Und es soll der Auftakt einer Aufholjagd werden. Sieben Punkte beträgt der Rückstand des Tabellendritten auf Ligaprimus TSV Schilksee – eine Menge Holz. Doch um die Kieler vielleicht doch noch abfangen zu können, wird im Training und auch in den Testspielen richtig Gas gegeben. Der Kampf um die Stammplätze läuft bereits auf Hochtouren.

Trainer Oliver Zapel kann bis auf Keeper Julian Barkmann (Pfeiffersches Drüsenfieber) in der Vorbereitung personell aus dem Vollen schöpfen. Alle Mann sind an Bord. Zuletzt kamen beim überzeugenden 4:1-Testspielsieg gegen den SC Vier- und Marschlande insgesamt 20 Kicker zum Einsatz. Diejenigen, die nicht aktiv mitmischten, trainierten auf einem Nebenplatz und schauten sich aus der Distanz die Konkurrenz in den eigenen Reihen an. „Der Kampf um die Stammplätze ist im vollen Gange. Jeder kann sich jetzt empfehlen. Für mich ist das natürlich fantastisch zu sehen, wie jeder Gas gibt und mit noch mehr Motivation zu Werke geht“, ist Zapel froh, dass die alte Weisheit mal wieder greift, dass Konkurrenz das Geschäft belebt.

Das Rennen um einen Platz in der Startformation gegen Altenholz ist noch völlig offen. Zapel ließ viel rotieren, testete dabei seine Schützlinge auch auf ungewohnten Positionen. Flodyn Baloki, in der Hinrunde im zentralen Mittelfeld aufgeboten, wurde als Linksverteidiger in der Dreierkette getestet. „Sechser“ Simon Koops durfte auf dem rechten Flügel ran. Zapel scheint somit alles auf den Prüfstein zu stellen, um die beste Mischung zu finden. Vor allem in der Offensive ist dabei die Leistungsdichte besonders groß. Kein Wunder, denn mit Dominic Ulaga (SV Curslack-Neuengamme), Marc Oldag (SC Vier- und Marschlande) und Ian Prescott Claus (TuRa Meldorf) wurde im Winter personell nachgelegt. „Durch die Neuzugänge ist nicht nur frisches Blut dazugekommen, sondern auch noch mehr Qualität vorhanden“, unterstreicht Zapel, dass sich alle strecken müssen, um in vier Wochen von Beginn an ranzudürfen.

Die nächste Möglichkeit zum „Schaulaufen“ besteht am morgigen Sonnabend. Ab 12 Uhr bestreiten die Stormarner beim Hamburger Oberligisten SC Condor am Berner Heerweg ihr viertes von insgesamt zehn Testspielen. Zapel erwartet, dass seine Spieler dann den nächsten Schritt machen und an die guten Leistungen zuletzt gegen die Regionalligateams aus Lüneburg und Norderstedt anknüpfen können. „Wichtig ist, dass alle ganz fit sind“, verweist der 47-Jährige darauf, dass zuletzt einige mit Erkältungen zu kämpfen hatten. Gegebenenfalls müsse er improvisieren. „Viele Varianten sind denkbar, wenn es möglich ist, möchte ich allen Einsatzzeiten geben, um die Spannung hochzuhalten.“

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