Bargfeld-Stegen : Neue Heimat für Bücherbus

Das neue Haus der Kreisfahrbüchere in der Straße Kopperschmidt.
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Das neue Haus der Kreisfahrbüchere in der Straße Kopperschmidt.

Die Stormarner Fahrbücherei zieht nach Bargfeld-Stegen um. Die Zahl der Leser ist im zurückliegenden Jahr wieder gesunken.

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02. März 2018, 06:00 Uhr

Lange Zeit hatte die Fahrbücherei Stormarn ihren Standort in der Grabauer Straße in Bad Oldesloe. Jetzt zieht sie gerade innerhalb von fünf Jahren zum zweiten Mal um. Nachdem der Kreis das Gebäude in Oldesloe an das Rote Kreuz verkauft hatte, parkte der Bus ab 2014 im Oldesloer Gewerbegebiet Rögen. Das war aber von Anfang an nur als Übergangslösung gedacht.

Im neuen Gewerbegebiet in Bargfeld-Stegen wurde die Büchereizentrale Schleswig-Holstein fündig und kaufte ein Grundstück. Dass Bargfeld-Stegen neben Ammersbek die meisten Leser hat, passt zum neuen Standort. Der Neubau mit etwa 280 Quadratmetern Grundfläche befindet sich am Ende der neuen Straße Kopperschmidt und wird am 7. März offiziell eingeweiht.

Bis dahin sollte auch der Bücherbus repariert sein, der zurzeit in der Werkstatt steht. „Die Standheizung ist ausgefallen“, sagt Fahrbücherei-Leiterin Frederike Harder, was bei den gegenwärtigen Außentemperaturen nicht angenehm war. Theoretisch hätte der Ausfall des Busses gut zum Arbeitsanfall durch den Umzug gepasst. Den musste und muss Frederike Harder aber mit Fahrer Ole Rieper und Oliver Kleinfeldt von der Büchereizentrale fast allein bewältigen, „weil auch bei uns die Grippe zugeschlagen hat“.

60 000 Bücher und andere Medien wurden in Kisten verpackt. „Dabei haben wir schon intensiver aussortiert als sonst“, sagt Frederike Harder. Rund 90 Meter Regale mussten im Rögen ab- und ein paar Kilometer weiter wieder aufgebaut und mit Büchern befüllt werden.

Das vom Architekturbüro entworfene Magazin- und Bürogebäude samt Garage kostete rund 400 000 Euro. Zur Einweihung am 7. März um 14.30 Uhr werden Bargfeld-Stegens Bürgermeister Andreas Gerckens und Landrat Henning Görtz sprechen.

Frederike Harder hatte den Stormarner Bücherbus Im September 2016 übernommen. Nach einen Plus von zehn Prozent 2016 ist die Zahl der Leser im vergangenen Jahr um 6,4 Prozent wieder auf 2075 gesunken. Weit mehr als die Hälfte (1190) sind jünger als 13 Jahre, nur 116 Nutzer sind älter als 60 Jahre. Bis 18 Jahre sind die Leseausweise kostenlos.

Auch die Zahl der Ausleihen ist weiter gesunken. Nachdem in den vergangenen Jahren meist zwischen 71 000 und 72 000 Medien ausgeliehen wurden, sank die Zahl 2016 erstmals unter 70 000 Medien. Und im vergangenen Jahr ging es nochmal deutlich runter auf 66 552 Medien. Obwohl die Online-Entleihungen kräftig um 25 Prozent auf 2578 zulegten, bleibt die Entwicklung ingsesamt klar negativ.

Am Engagement des Bücherbus-Teams dürfte das aber nicht liegen. Im Jahr des Kreisjubiläums gab es eine Ausstellung zur Stormarner Geschichte im Bus. „Auch nach deren Ende gab es noch Nachfragen von Lesern nach den Büchern“, so Frederike Harder. Zwei Lesungen mit den Autoren Klaus E. Spieldenner und Ulf Blanck stießen auf große Resonanz. Und an der Namensfindung für den Bücherbus-Bücherwurm Ferdinand hatten sich 48 Kindern beteiligt.

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