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Stormarner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 01:46 Uhr

Neubau für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Gemeinde Tremsbüttel hat ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück an der Hauptstraße im Blick

Auch Tremsbüttel denkt jetzt über einen Neubau nach, um die Flüchtlinge unterzubringen. „Wir haben dafür ein landwirtschaftlich genutztes Grundstück an der Hauptstraße vorgesehen“, sagt Bürgermeister Norbert Hegenbart. Eine Million Euro Baukosten seien dafür einkalkuliert. Zurzeit seien 30 noch nicht anerkannte Flüchtlinge in der Gemeinde. Dazu kämen noch etwa 15, bei denen das Anerkennungsverfahren abgeschlossen ist.

„Das ist eine große Erleichterung für uns“, sagt Hegenbart, „weil dann das Jobcenter zuständig ist.“ Denn dadurch seien sie krankenversichert und hätten Anspruch und die Pflicht auf Teilnahme an Sprachkursen. „Wir müssen dann nicht bei jeder Krankheit zum Amt, um einen Behandlungsschein zu erbitten.“ Über die Feiertage sei kein weiterer Zuwachs zu erwarten, der Druck bleibe aber ungebrochen.

Eine Erleichterung sei auch das geplante Zentrum für Deutsch als Zweitsprache in Bargteheide ab Mitte kommenden Jahres. „Damit verringern sich die Beförderungsprobleme nach Bad Oldesloe.“ Die Hilfsbereitschaft der Bevölkerung sei groß. Einige Lehrkräfte leisteten Sprachunterricht und es gebe für jede Flüchtlingsfamilie einen Betreuer. „Da geschieht viel in Eigeninitiative“, so Hegenbart.

Bewährt habe sich auch die Zusammenarbeit zwischen Amt und Stadt Bargteheide. „Das ist ein fruchtbares Miteinander“, sagt er, „es könnte auf weitere Bereiche ausgedehnt werden.“ So könnten auch Kosten gespart werden.
Bisher konnte die Gemeinde die zugewiesenen Flüchtlinge in Privatquartieren unterbringen. Es gebe auch private Initiativen zum Wohnungsbau, so sei ein Vierfamilienhaus geplant. Es solle nachhaltig gebaut werden, um es später auch für andere Zwecke zu nutzen. Hegenbart hofft auf Lockerung der Bauvorschriften. „Bisher gilt das nur auf befristete Zeit für Container und Mobilheime“, sagt er. Die Bauleitpläne für die Gemeinde würden zurzeit ohnehin überarbeitet.

Wie viele Gemeinden im Amt plant Tremsbüttel einen neuen Anlauf bei der Ausschreibung der Stromnetze. Ein erster war vor Gericht gescheitert. Jetzt soll das Verfahren wasserdicht werden. „Wir werden dabei von Kommunalberatung Gekom unterstützt, die dafür einen Kriterienkatalog vorbereitet“, sagt Hegenbart.

Investieren möchte die Gemeinde auch ins Flachdach des Gemeindezentrums. Hier gebe es viele Leckagen. „Dass die Abflüsse noch innen liegen, macht die Suche nach Lecks kompliziert.“ Das neue Dach soll auch die Belüftungsanlage für den Kita-Anteil im Altbau schützen, die der Witterung ausgesetzt ist. Dafür sind 430000 Euro eingeplant. Auch die Heizungsanlage muss erneuert werden.

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