Natur unter der Lupe

Metta Braake übergab das Mikroskop an Karin Voß (r.) vom Historischen Arbeitskreis.
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Metta Braake übergab das Mikroskop an Karin Voß (r.) vom Historischen Arbeitskreis.

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24. Juni 2018, 12:02 Uhr

Die Flögel-Ausstellung im Rathausfoyer wird um zwei Monate bis Ende August verlängert und um ein Original Mikroskop ergänzt. Viele hundert Besucher haben sich seit der Eröffnung im Mai die Info-Tafeln, die Nachbildung des Arbeitszimmers und die vielfältig bestückten Vitrinen angesehen, die der Historische Arbeitskreis zum 100. Todestag des Ahrensburger Naturforschers J. H. L. Flögel zusammengestellt hat. Beim Besuch fiel der Ahrensburger Künstlerin Metta Braake beim Anblick der weltweit ersten Fotos von Schneekristallen aus dem Jahr 1879 und Querschnitten von Insektengehirnen sofort das Mikroskop aus genau jenem Jahr, das sich im Familienbesitz befindet. Sie stellte das Original-Mikroskop aus Flögels Zeiten dem Historischen Arbeitskreis zur Verfügung, der es natürlich in einer Hochvitrine in die Ausstellung integrierte. Den genialen Amateurforscher Johann Heinrich Ludwig Flögel, der von 1892 bis zum seinem Tod vor 100 Jahren in Ahrensburg wohnte, faszinierten alle Phänomene der Natur und Technik, egal ob winzig klein oder unendlich groß. Vom Nordlicht über Insektengehirne bis zur Kieselalge, von Technischen Anlagen bis hin zu Mikroskopen und Fernrohren. Als Pionier der Fotografie unter dem Mikroskop war er international anerkannt. Seine Untersuchungen über Insektengehirne haben bis heute in der Neurobiologie ihren Platz.

>Kostenfreie Führungen können gebucht werden per E-Mail unter
info@historischer-arbeitskreis-ahrensburg.de

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