zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

17. August 2017 | 06:26 Uhr

Natur auf der großen Leinwand

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Nicht wenige Besucher von Greenscreen im Oldesloer Oho-Kino sind begeisterte Stammgäste des Naturfilm-Festivals.

Sri Lanka, Seekühe und Störche – der Besuch des Naturfilm-Festivals „Green Screen“ im Oldesloer Oho-Kino stand ganz im Zeichen des Buchstaben „S“. Das war allerdings die einzige echte Gemeinsamkeit zwischen den drei unterhaltsamen und informativen, aber auch unterschiedlichen, Filme, die rund 80 neugierige Doku-Film-Fans begeisterten.

Welchen Stellenwert das vom Stormarner Tageblatt präsentierte Gastspiel des Eckernförder Green Screen-Festivals in der Kreisstadt genießt, zeigte sich nicht nur an der Publikumsresonanz, sondern auch daran, dass Kinobetreiber Heinz Wittern für die sonnabendliche Aufführung seine Sommerpause unterbrach und die Türen öffnete. „Wer mich kennt, der weiß, dass ich für solche Aktionen immer zu haben bin, wenn es funktioniert“, so Wittern.

Seine sympathische Mitarbeiterin Sijaminy Sinnarajah sorgte für das leibliche Wohl der Gäste und ein freundliches Lächeln am Eingang. Für den Kinobetreiber und sein Team sei es keine Frage gewesen, auch dieses Jahr trotz Pause das Haus für die Aktion zur Verfügung zu stellen.

„Wir danken dem Stormarner Tageblatt und dem Kinobetreiber, dass das hier alles möglich ist. Wir fühlen uns gut aufgehoben, und auch mit der Resonanz sind wir zufrieden“, sagte Dietmar Ulbrich vom Förderverein des Filmfestivals. Er verteilte auch die Abstimmkärtchen am Ausgang, auf denen die Besucher ihren Favoriten ankreuzen konnten.

Die Aufführung der drei Filme sollte nicht nur den Naturfilmfans aus Oldesloe und Umgebung einen cineastisch gelungenen Sonnabend bieten, sondern sie ist gleichzeitig eine Vorrunde für den Publikumspreis des Filmwettbewerbs.

„Wir freuen uns, dass wir das Green Screen Festival erneut zu Gast hatten und sind natürlich auch erfreut darüber, dass so viele Leser gekommen sind“, sagte Tageblatt-Redaktionsleiter Stephan Poost bei der Begrüßung der Gäste.

Das Feedback der Besucher fiel positiv aus. Volkmar Emie, Matthias und Erik Hecker aus Bad Oldesloe sind schon seit mehreren Jahren dabei. Für sie gehört der Besuch schon fest zum persönlichen Sommerferienprogramm. Darüber welcher Film ihnen am besten gefallen hat, waren sie innerhalb der Familie allerdings noch uneins.

Auch Karin und Günter Riedesser aus Bargfeld-Stegen sind zum wiederholten Male dabei. „Letztes Mal sind wir sogar nach Eckernförde zum eigentlichen Festival gefahren, weil wir so begeistert waren. Wir können das nur empfehlen. Es gibt tolle Beiträge, und es sind nicht nur Naturdokumentationen, am Rande sind auch gesellschaftliche und politische Fragen in einigen Filmen thematisiert. Dieses Jahr schaffen wir es zeitlich leider nicht nach Eckernförde, aber wir legen es allen Film- und Naturfans ans Herz“, so Günter Riedessser.

Ein besonderer Vormittag war es auch für die beiden jungen syrischen Flüchtlingsmädchen Rama (6)und Rascha. (8) die zu den 40 Flüchtlingen gehören, die in Tremsbüttel untergebracht sind. Eine ehrenamtliche Helferin war mit ihnen ins Oldesloer Kino gefahren. Rascha und Rama verfolgten die Filme aufmerksam und zufrieden eine Cola schlürfend. Besonders gut gefiel ihnen der Film über die Seekühe. Doch alleine der Fakt, dass zwei junge Kriegsflüchtlinge, die – so berichtete die ehrenamtliche Helferin Irmgard Amort – schreckliche Dinge erlebt haben und ihren Vater verloren, für einige Stunden positiv abgelenkt, unterhalten und gebildet wurden, ist als kleiner Erfolg der Veranstaltung zu werten.

Das „Green Screen“-Festival in Eckernförde läuft vom 10. bis zum 14. September.

Karte
zur Startseite

von
erstellt am 24.Aug.2015 | 06:00 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen