zur Navigation springen
Stormarner Tageblatt

12. Dezember 2017 | 06:09 Uhr

Nadryw – ein bißchen drüber

vom
Aus der Redaktion des Stormarner Tageblatt

Bilder und Skulpturen des Bremer Künstlers Uwe Schloen sind im Haus am Schüberg zu sehen

von
erstellt am 17.Sep.2014 | 09:40 Uhr

Das Kunst-Haus am Schüberg zeigt ab Sonntag, 28. September , Bilder und Skulpturen des Bremer Künstlers Uwe Schloen. „Nadryw – ein bißchen drüber“ heißt die Ausstellung, die am Sonntag um 11.30 Uhr im Beisein des Künstlers eröffnet wird.

„Uwe Schloen ist ein konkreter Konzeptionalist. Nicht das Verhandeln der bloßen Form, die Suche nach einer adäquaten Übersetzung der Realität steht in seiner künstlerischen Arbeit im Vordergrund, sondern die Konkretisierung einer Idee von möglicher Realität“, sagt Yvette Deseyve über den Bremer

Das Kunst-Haus am Schüberg hatte ihn beauftragt, die verschollen geglaubte U-Bahn Haltestelle „Haus am Schüberg“ zu rekonstruieren. Mit Hilfe eines historischen Netzplanes aus den 1920er Jahren wurde im Sommer mit den Schachtausgrabungen begonnen. Pünktlich zur Ausstellungseröffnung kann die Inbetriebnahme der Haltestelle erfolgen. Auch wenn die Hamburger Hochbahn der Fertigstellung des Projektes wohlwollend entgegensieht, ist es ungewiss, ob erste Züge rollen werden.

Mit Sicherheit wird aber das Begräbnis einer isländischen Romanfigur stattfinden. Plötzlich und unerwartet erweitert sich der vom Künstler Uwe Schloen angelegte „Friedhof literarischer Gestalten“ auf dem Südhang des Schüberges um den zu betrauernden Joakim aus der Erzählung „Die Geschichte vom Dienstag“ des Isländers Steinar Bragi.

Auf dem Friedhof liegen Gestalten und Protagonisten aus Werken der Weltliteratur, die in den Büchern gestorben sind, aber keine letzte Ruhestätte bekamen. Keiner weiß, wo sie geblieben sind. Auf diesem Beerdigungsplatz sind sie versammelt. Zum Beispiel Gregor Samsa von Kafka, Anna Karenina von Leo Tolstoi und Goethes Werther. „Manche literarische Protagonisten sind uns näher, als real existierende Bekannte“, sagt Uwe Schloen.

>Die Ausstellung in der Galerie des Hauses am Schüberg ist bis zum 14. Dezember werktags von 9 bis 18 sowie sonn- u. feiertags von 10 bis 17 Uhr geöffnet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen